Im idyllischen Zuwälder Tal bei Oberharmersbach liegt die Krieger-Gedächtnisgrotte – ein besonderer Ort der Ruhe, des Gedenkens und der Besinnung. Die Grotte ist eine Nachbildung der Marienerscheinung von Lourdes und erinnert an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege.
Die Idee für die Gedenkstätte stammt von Pfarrer August Lehmann, der vom Gallus-Hof im Zuwald stammte. Unterstützt von den Familien des Zuwälder Tales wurde das Denkmal in den 1920er-Jahren errichtet. Nach mühevoller Arbeit konnte die Gedenkstätte am 7. Oktober 1928 eingeweiht werden. Eine Gedenktafel erinnert neben den Opfern des Ersten Weltkriegs auch an die Toten des Zweiten Weltkriegs.
Eine Besonderheit der Grotte ist ihr Baumaterial: Für den Bau wurde Schwerspat (Baryt) verwendet. Das Mineral kommt als Ganggestein im Schwarzwald vor und wurde in der Umgebung bis 1948 abgebaut. Schwerspat fand unter anderem in der Papier- und Gummiindustrie sowie bei der Herstellung hochwertiger weißer Farben Verwendung.
Die Grotte befindet sich in Privatbesitz und wird von der Familie Lehmann vom Gallus-Hof gepflegt. Einheimische und Urlaubsgäste besuchen den stillen Ort, um innezuhalten, zu beten oder für einen Moment Abstand vom Alltag zu gewinnen.