Erfolgsprojekt Konus

Jeder zweite Urlauber im Schwarzwald kann inzwischen Busse und Bahnen in der Ferienregion kostenlos nutzen – einfach mit seiner Gästekarte. In mehr als 145 Ferienorten und damit bei mehr als 11.000 Gastgebern erhalten Urlauber bei ihrer Ankunft inzwischen die kostenlose KONUS-Gästekarte. Sie gilt als Freifahrtticket in allen Bussen und Bahnen (2. Klasse) in der 11.100 Quadratkilometer großen Ferienregion im Dreiländereck zur Schweiz und zu Frankreich.

Von ursprünglich 66 Gemeinden und sechs Verkehrsverbünden in 2005 stieg die Zahl der „KONUS-Orte“ kontinuierlich auf mehr als 145 in 2019 an. Längst sind alle neun Verkehrsverbünde zwischen Karlsruhe, Pforzheim, Waldshut sowie Rhein und Neckar in das System eingebunden und gewähren Urlaubern mit der KONUS-Gästekarte freie Fahrt in Bussen und Bahnen.

Die KONUS-Gästekarte gilt im eingetragenen Zeitraum im Nahverkehr in allen Bussen und Bahnen der teilnehmenden Verkehrsverbünde als Fahrausweis in der 2. Klasse sowie in den Straßenbahnen und Bussen der Städte Freiburg und Karlsruhe. Ausgeschlossen sind ICE-, IC- und EC-Verbindungen sowie Bergbahnen.

Konus steht für KOstenlose NUtzung des ÖPNV fürSchwarzwaldurlauber. Seit 2008 beteiligen sich alle neun Verkehrsverbünde der Region. Die Vorteile von KONUS liegen auf der Hand: Dank der KONUS-Gästekarte konnte die Urlaubermobilität im Schwarzwald nachhaltig gesteuert werden. Weil immer mehr Urlauber die Bus- und Bahnverbindungen nutzen, sind auch Nebenstrecken für die Verkehrsverbünde wirtschaftlicher zu bedienen. Davon profitieren auch die Einwohner. Und wenn Urlauber ihr Auto am Ferienort stehen lassen oder gleich mit der Bahn anreisen, wird weniger Landschaft für Straßenerweiterungen verbraucht, die Umweltbelastung durch Lärm und Kohlendioxidausstoß wird deutlich reduziert.

Pro Gästeübernachtung wurden bis 2016 von den Gemeinden 36 Cent abgeführt, 1 Cent davon erhielt die Schwarzwald Tourismus GmbH für Handling und Marketing der Gästekarte, 35 Cent gingen als Finanzausgleich in den Topf der neun Verkehrsverbünde und wurden nach einem vereinbarten Schlüssel an die Verkehrsbetriebe überwiesen.

In 2016 wurden in den bis dato 146 KONUS-Gemeinden rund 11,67 Mio. Übernachtungen gezählt. Daraus resultiert eine Ausschüttung in Höhe von rund 4,08 Mio. Euro an die neun Verkehrsverbünde.

Zum Jahresbeginn 2017 wurden die pauschalen Beförderungsentgelte auf 42 Cent brutto pro Übernachtung angehoben. Die STG erhält davon für ihre Aufgaben 1,5 Cent pro Übernachtung. Die Verkehrsverbünde erhalten 38 Cent und der Karlsruher Verkehrsverbund zusätzlich 2,5 Cent.

Konus ist längst zum Exportschlager geworden: Im Bayerischen Wald wurde daraus das Gästeservice-Umweltticket „GUTi“, im Nationalpark und Landkreis Harz das „Hatix“. Auch der Nationalpark Eifel hat im Januar 2014 ein entsprechendes Mobilitätssystem eingeführt. Selbst aus Asien kommen Touristiker, um sich vor Ort über die Rahmenbedingungen zu informieren.

Für seine beispielhaft umweltfreundlichen und nachhaltigen Effekte bekam Konus den Tourismuspreis von Sonntag aktuell, den baden-württembergischen Innovationspreis ÖPNV und den Fahrtziel Natur Award 2014. Dank KONUS wurden die beiden Naturparke 2013 Mitglied bei Fahrtziel Natur der Bahn und der Umweltverbände, seit 2015 ist auch der Nationalpark Schwarzwald mit dabei. Mit Konus als Leuchtturmprojekt ist der Schwarzwald 2013 auch Finalist im Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismusregionen“ geworden.

Schwarzwaldmädel mit KONUS Karte blank

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