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Meeting 06.11.20

6 Thesen zur Zukunft

Basierend auf den Eindrücken der DMEXCO, der größten Kongress-Messe für Online-Marketing und für die digitale Industrie, wurden beim Digital Brain Pool die folgenden sechs Thesen diskutiert.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Die Pandemie hat zu einem veränderten Informationsbedarf bei den Usern geführt, auch die Informationsphasen in der Customer Journey haben sich verändert. Ein höherer Informationsbedarf ist zu erkennen, den z.B. Booking als Plattform nicht mehr bedienen kann. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage von tiefer gehenden Informationen auf den eigenen Websites. Es geht um Information und Informations-Verarbeitung.

Ohne Google wird es nicht gehen, über den Mitteleinsatz sollte aber nachgedacht werden. Durch Bündelung von Mitteln kann so u.a. der Kannibalisierung bei Keywords etc. entgegen gewirkt werden.

Auch bei den Informationen selbst ist eine Bündelung sinnvoll. Die mein.toubiz-Datenbak stellt dabei ein zentrales wichtiges Instrument dar, um das Ziel, dem Gast die möglichst komplette touristische Infrastruktur auf der eigenen Website anzubieten, zu erreichen. Ziel sollte es sein, dass das Gast die eigenen Website nicht mehr verlassen muss, um alle Informationen zu erhalten. Die mein.toubiz-Datenbank kann hier als Daten-Drehscheibe unterstützen.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Das Thema "Vertrauen" und "Sicherheit" hat in Zeiten der Pandemie noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Grundsätzlich empfinden die Nutzer die Informationen, die direkt vom Produkt oder der Marke kommen, als vertrauens- und glaubwürdiger.

Ziel sollte es sein, Google als eine Art "Steigbügel-Halter" zu sehen, um den Gast auf die eigene Website aufmerksam zu machen und ihn dann dank guter Ergebnisse auf der Website zu halten. Als Wunsch dient hier das Ziel, dass der Gast zukünftig die Marken-Website direkt im Browser anwählt.

Die Schwarzwald-Seiten könnten als eine Art "touristisches Google" fungieren. Google selbst muss als das gesehen werden, was es letztendlich auch ist: eine Service- und Werbeplattform. Die Frage, wie Google von jedem genutzt werden will, muss gestellt werden. 

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Die pandemische Situation führt dazu, dass auf viele Dinge nicht beeinflusst werden können. Die Rahmenbedingungen werden von außen diktiert. Daher werden solange die pandemischen Verhältnisse anhalten, zuerst generalisierte Angebote wahrgenommen werden, im Sinne von "das geht jetzt wieder / das geht jetzt im Moment".

Das Sicherheitsbedürfnis der Gäste ist sehr hoch. Dies wird wahrscheinlich auch in post-pandemischen Zeiten hoch bleiben.

Individualisierbare Angebote sind eher im höheren Preis-Segment angesiedelt zu sehen, vor allen Dingen in pandemischen Zeiten.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Ein gutes Gesundheitsmanagement kann / wird ein Wettbewerbsvorteil sein und kann in der Kommunikation der Destination gewinnbringend eingesetzt werden.

Interessant ist es, aus welchem Blickwinkel / mit welchem Fokus her das Thema betrachtet wird: vom Gast her oder vom Produkt her? Beim Fokus aufs Produkt kann die Destination nur bedingt (wenn überhaupt) Einfluss nehmen, hat aber den Vorteil, dass man Teil der Lösung (und nicht Teil des Problems) sein kann. In erster Linie sind die Leistungsträger gefragt. Für die Destination stellt sich die Frage, wie die Leistungsträger unterstützt werden können.

Essentiell ist beim Gesundheitsmanagement, dass Versprechen auch eingehalten werden.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Service beginnt digital - immer dort, wo der Erstkontakt mit dem Kunden stattfindet. Idealerweise überall entlang der der Customer Journey.

Digitaler Service kann den analogen Service "veredeln / aufwerten". Er muss aber sinnvoll sein.

Analoger Service wird an vielen Stellen nicht ersetzbar sein.

Die Aussage, dass Service rein digital sein wird, ist nicht haltbar.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Das Urlaubserlebnis wird sich nicht digitalisieren lassen.

Im Vertrieb werden die digitalen Touchpoints an Bedeutung gewinnen.

Alles, was nicht digitalisiert werden kann, wird wertvoller. Der Golfplatz der Zukunft ist der Bauernhof.

Die Aussage, dass analoge Touchpoints vollständig verschwinden werden, ist nicht haltbar.

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Schlagworte

Was sonst noch war...

Wir haben vier Schlagworte aus dem Bereich des Online-Marketing aufgegriffen und um Einschätzung gebeten. Sind das Entwicklungen / Trends / Dinge, die man beobachten sollte oder eher nicht?

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Social Listening beschreibt das "Zuhören" in den Sozialen Medien. Es geht dabei um eine Beobachtung der verschiedenen Sozialen Medien außerhalb der eigenen und direkt beeinflussbaren Kanäle.

Es geht hierbei auch (oder sogar vor allen Dingen) um Schnelligkeit und schnelles Reagieren. Dabei spielt auch die Qualität der Reaktion eine entscheidende Rolle.

Auf Produkt- und Betriebsebene kann Social Listening ein sinnvolles Tool sein, auf Destinationsebene stellt sich ein sinnvoller Einsatz als eher schwierig dar.

Hier finden Sie eine Definition von Social Listening.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Mit dieser Methode soll möglichst genau vorhergesagt werden, wie erfolgreich eine Marketing-Methode sein wird und was der Kunde als nächstes unternehmen wird.

Auf Produkt-Ebene kann Predictive Marketing funktionieren, auf Destinationsebene eher weniger, da auf dieser Ebene die Reaktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind.

Seit rund einem Jahrzehnt ist keine bedeutende Entwicklung in diesem Bereich erkennbar.

Hier finden Sie eine Definition von Predictive Marketing.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

Google Trends soll helfen, Trends bei Suchanfragen zu erkennen. 

Seit einiger Zeit bietet Google nur noch einen Vergleich von Suchbegriffen an. Die absolute Zahl und damit die Relevanz der verglichenen Suchbegriffe kann nicht eruiert werden.

Für einen konkreten Vergleich mit Mitbewerbern kann das Tool aber interessante Aufschlüsse geben.

Hier gelangen Sie zu Google Trends.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

People Based Marketing fußt auf der Idee, Kunden abseits der Cookie-Problematik auf Basis der Person sehr gezielt und noch genauer als bisher sowohl online als auch offline anzusprechen.

Die Idee ist, dass Daten selbst gesammelt und verwendet werden.

Ein Beispiel für People Based Marketing finden Sie hier.

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In voller Länge

Digital Brain Pool 06.11.20

Sehen Sie hier den Digital Brain Pool vom 06.11.20 in voller Länge im "re-live."