Akrobaten, Mordgeschichten, Liedgenuss – Die Drehorgel im Kontext des Jahrmarkts

Informationen

Seit dem 18. Jahrhundert sind Drehorgeln auf öffentlichen Plätzen und in den Straßen der europäischen Städte präsent. Ihr musikalisches Spiel gilt als Ausdruck für Vergnügen und bietet Abwechslung im eintönigen Alltag der Gesellschaft. Insbesondere Jahrmärkte gelten als lukrative Einnahmequelle. An hohen kirchlichen Namens- oder Festtagen verwandelt sich der Kirchplatz in einen öffentlichen Vergnügungsort auf dem Musik, Tanz und Akrobatik zur Unterhaltung angeboten werden und die Drehorgel auf vielfältige Art und Weise eingesetzt wird.
 
Aufgrund der einfachen Bedienbarkeit des Instruments, ihrer Lautstärke und der teilweise kunstvollen Gestaltung der Gehäuse mit Intarsien, Ziergittern und sich bewegenden Figuren besitzt die Drehorgel bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Alleinstellungsmerkmal und entwickelt sich rasch zum typischen Jahrmarktsinstrument.

Die Sonderausstellung „Akrobaten, Mordgeschichten, Liedgenuss“ widmet sich dem Jahrmarktsgeschehen und zeigt anhand ausgewählter Exponate aus Utrecht, Seewen, Bruchsal, und München sowie anhand herausragender Figurendrehorgeln der Waldkircher Orgelstiftung und der Kurt Niemuth Stiftung den vielfältigen Einsatz von Drehorgeln als Solo-, Begleit- und Singinstrument im Kontext von Unterhaltung, Vergnügen und Amüsement.

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