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Hansy Vogt © Sebastian Wehrle

interview

Hansy Vogt.

Hansy Vogt im Interview

Hansy Vogt ist der Offizielle Schwarzwald-Botschafter. Er versprüht Charme und gute Laune, wo auch immer man ihn im Schwarzwald antrifft. Über 25 Jahre TV & Bühnenerfahrung als Moderator mit weit über 5000 Live-Auftritten machen ihn zum Experten darin, Menschen zu begeistern. Als Genussbotschafter lädt er seit Kurzem an verschiedenen Orten im Schwarzwald zu sogenannten "Genusstouren" ein.

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„Immer mal wieder mittwochs…“ können Gäste seit 2019 gemeinsam mit Schwarzwald-Botschafter Hansy Vogt die Ferienregion erkunden. „Hansys Genusstouren“ versprechen besondere Naturerlebnisse, Aus- und Einblicke, Entdeckungen und jede Menge Schwarzwälder Köstlichkeiten. Unterwegs bleibt Zeit, mit dem beliebten SWR-Moderator und Frontmann der erfolgreichen Volksmusikband „Feldberger“ zu reden, zu lachen und Erinnerungsbilder zu knipsen. 

Die Leute lassen die Seele baumeln. Beim Verabschieden fällt mit funkelnden Augen der Satz: 'Oh Hansy, das war so ein schöner Tag!'

Hansy Vogt
 

Hansys Genuss Touren

Hansy Vogt

Echt. Schwarzwälder.

 

Das Format Hansys Genusstouren ist neu, wie kam es dazu? 

In der Vergangenheit habe ich zusammen mit der Schwarzwald Tourismus GmbH immer wieder Events auf die Beine gestellt, egal ob Wanderung, Motorradtour oder Weinprobe. Es ist einfach faszinierend, dass die Leute von überall her kommen und so begeistert dabei sind. Die können das an diesem Tag absolut genießen und haben ein Funkeln in den Augen – man merkt, die lassen die Seele baumeln. Die Genuss-Touren sind ein cooles Format. Was gibt es Schöneres, als sich in der freien Natur zu bewegen, die Landschaft zu genießen und danach eine Schorle oder ein kühles Bier zu trinken – es gehört zusammen und das ist Lebensqualität hoch zehn.“ 

Du bist seit zehn Jahren Schwarzwaldbotschafter. Was bedeutet das für dich? 

Ich bin stolz auf meine Heimat und darum ist mir diese Auszeichnung eine große Ehre. Der Schwarzwald ist für mich die grüne Oase des Glücks. Ich möchte das auch so lange wie möglich machen, weil das für mich absolut stimmig ist. Ich komme unglaublich viel rum, und ich spüre, wenn ich wieder in den Schwarzwald zurückkehre, dass sich dann ein ganz bestimmtes Bauchgefühl wieder entwickelt. Daraus ziehe ich Kraft und Inspiration. Dann ist das herz.erfrischend.echt.!

Der typische Schwarzwälder gilt ja wie der Schwabe als tüchtiger Arbeiter. 
Kann der überhaupt genießen? 

Ich glaube, die Schwarzwälder genießen in ihrem Inneren ganz viel. Die Mentalität ist ja eher zurückhaltend und die wissen schon, dass sie hier an einem ‚Genuss-Ort‘ zuhause sind.

Kann ein Gast ohne Hemmschwelle in diese einheimische Genusskultur eintauchen?  
Es gibt keinerlei Hemmschwellen. Man bereist eine Region, über die man dann plötzlich so vieles erfährt. Aber ich sehe mich nicht als Gästeführer, sondern als Repräsentant des Schwarzwalds. Die Fachleute aus der Region sind bei meinen Genusstouren ja immer dabei! Da lern‘ ich selbst nie aus!

 

Wie darf man sich eine typische Genusstour mit Hansy Vogt vorstellen? Wird da unterwegs gekocht, gesungen und werden fortlaufend Gags erzählt? Muss man da bestimmte Voraussetzungen mitbringen?  

Es wird bestimmt das ein oder andere Wanderlied angestimmt, auch mal ein guter Gag erzählt, ich lass‘ auch gerne erzählen und lache mit! Dieses Miteinander macht ja gerade die Tour aus.  Das Wichtigste ist, dass man mit viel Spaß und Freude unterwegs ist. Dass es immer wieder tolle Momente gibt, die unerwartet kommen. Der ein oder andere kann ja plötzlich mal was fragen, was ihm schon lang auf der Seele brennt. Voraussetzung ist die Freude an der Bewegung, an der Natur, natürlich sollte man auch ein bisschen fit sein.

Der Schwarzwald gilt als „Deutschlands schönste Genießer-Ecke“. Wie erlebt der Schwarzwaldbotschafter persönlich seine perfekten Genuss-Momente? 

Für mich fängt beispielsweise Genuss mit einer Schwarzwälder Kirschtorte und einer guten Tasse Kaffee an. Es ist herrlich, an einem Ort, an dem man sich wohlfühlt, so in den Tag zu starten. Oder bei einer Genuss-Tour: Man merkt, die Leute lassen die Seele baumeln und beim Verabschieden fällt mit funkelnden Augen der Satz: ‚Oh Hansy, das war so ein schöner Tag!‘ – das ist dann auch für mich Genuss pur!

Was bedeutet für dich, aktiv sein?

... dass man Freude an der Bewegung hat. Dazu dem Körper gute Ernährung gönnt, sich darin wohl fühlt. Dann hat man automatisch auch viel Genuss im Leben.

Was braucht es überhaupt zum Genießen?  

Erstmal braucht man innere Zufriedenheit, um genießen zu können. Gastronomisch gesehen bin ich der Wurstsalat-mit-Brägele-Typ, aber ich mag natürlich auch die Sterneküche, den Zauber auf dem Teller – aber nicht jeden Tag, die Abwechslung macht’s. Gastronomie wird ja im Schwarzwald ganz groß geschrieben. Es gibt wirklich erstaunlich viele gute Betriebe. Deshalb finde ich es auch spitze, dass es jetzt den Schwarzwald Genuss-Award, den kuckuck gibt (www.kuckuck-award.de). Damit die Gastronomen und ihre Visionen noch mehr gefördert werden und die Wertschätzung steigt. Das soll Mut machen und zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg sind.“ 

Deine Genuss-Touren ziehen sich von Mai bis Oktober durch verschiedene Jahreszeiten. Kann sich Genuss ändern? Gibt es eine besonders günstige Zeit zum Genießen? 

Genießen ist meiner Meinung nach zeitunabhängig. Im Schwarzwald haben wir ein tolles Frühjahr, einen gigantischen Sommer und der Herbstwald ist mit seiner Farbenpracht ja auch phänomenal. Der Zeitraum der Genuss-Touren erstreckt sich über drei Jahreszeiten – das ist schon was ganz besonderes, diese Vielfalt mit allen Sinnen zu erleben. 

War Dir der Schwarzwald auch mal zu viel? 

Na klar liebe ich auch andere Gegenden, geh‘ auch gern mal an die Nordsee, aber dieses Glücksgefühl beim Zurückkommen ist wirklich einzigartig.

Gibt es Genießer, die dich inspirieren?

Wenn meine kleine Tochter von der Schule nach Hause kommt, sich über mein einfaches Essen hermacht, beim Dessert große Augen bekommt, sich dann über den Bauch streicht und seufzt: ‚Oh war das aber lecker!‘. Das ist dann schon inspirierend.

 

Text:     Jens Großkreuz
Bilder:  Sebastian Wehrle und Astrid Franz