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Viele der Teilnehmer denken, echte Berge gebe es nur in den Alpen, doch der Schwarzwald kann mit Kandel, Schauinsland oder Belchen gut mithalten.

Arnold Kron

Arnold Kron organisiert mit seiner Firma Kroncycling Rennradreisen – © Jens Großkreuz/Schwarzwald Tourismus

Arnold Kron organisiert mit seiner Firma Kroncycling Rennradreisen – © Jens Großkreuz/Schwarzwald Tourismus

 

Wie sich doch die Zeiten und der Sprachgebrauch wandeln: Als der junge Arnold Kron in den 1990er Jahren mit Gepäck durch die heimische Eifel radelte, galt das als out. „Nach heutigem Sprachgebrauch habe ich damals Bikepacking mit Overnighter gemacht, heute ist das in“, sagt er lachend. Vor fünf Jahren siedelte er mit seiner Firma aus dem Rheinland nach Freiburg um, hier ist er deutlich näher an seinen Zielregionen. Seine Rennradreisen führen nach Frankreich, Italien oder Spanien – und natürlich in kompakten Formaten über die höchsten Berge im Schwarzwald. „Viele der Teilnehmer – die bei uns eher aus Mittel- und Norddeutschland kommen – denken, echte Berge gebe es nur in den Alpen“, sagt Kron, „doch der Schwarzwald kann mit Kandel, Schauinsland oder Belchen gut mithalten.“ Neben der Organisation steht für ihn das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt: Radreisen sollen verbinden, ein Gefühl des gemeinsamen Erlebens schaffen. Gleichzeitig sieht er seine Arbeit auch als persönliche Mission, die eigene Region attraktiv zu präsentieren. Seine Leidenschaft für das Radfahren begleitet ihn seit den 1990er-Jahren, als er den Aufstieg des Team Telekom um Jan Ullrich (lustigerweise leben beide heute in Merdingen) miterlebte. Schon früh reiste Kron zu Rennen, begeisterte sich für die Landschaften und fuhr später viele Strecken selbst nach – teils noch mit einfachen Karten und viel Improvisation. Eine prägende Erfahrung war mit Mitte 20 eine Alpenüberquerung vom Genfer See ans Mittelmeer, technisch schlecht vorbereitet, aber lehrreich. „Das war mehr ein Vermeiden des Zurückrollens als ein Vorwärtskommen.“ www.kroncycling.de

Seine Tipps für Rennradler:

- „Täler und Seen“ bei Freudenstadt, 131 km, 1995 hm: 

„Tolle Runde im Nordschwarzwald! Wunderschön an der Schwarzenbach-Talsperre vorbei und dann der anspruchsvolle Anstieg auf die Schwarzmiss (933m), auch Kaltenbronner Wand genannt.“

„Täler und Seen“

- Oppenau-Achter, 121 km, 2391 hm: 

„Oppenau in der Mitte des Schwarzwalds hat einiges zu bieten! Von hier führen drei attraktive Anstiege zur Schwarzwaldochstraße: Griesbacher-Steige und Ruhestein sind angenehm zu fahren, die Oppenauer Steige ist sehr fordernd und wäre bei der Tour de France ein Anstieg der 1. Kategorie!“

Oppenau-Achter

- „Der Kreuzweg von Badenweiler aus“, 8 km, 640 hm: 

„In prominenter Nachbarschaft zu Hochblauen, Belchen und Schauinsland steht der Kreuzweg (1.080m) etwas im Schatten. Zu Unrecht! Die Auffahrt von Badenweiler ist fordernd, ohne extreme Steigungsprozente aufzuweisen. Der Blick von der Passhöhe ist gigantisch.“

„Der Kreuzweg von Badenweiler aus“