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06.04.2020

In Zeiten von Corona: Urlaub daheim

Das Corona-Virus macht Reisepläne zunichte und bremst das gesellschaftliche Leben aus. Orte mit viel Publikumsverkehr und großem Andrang sollte man in diesen Tagen unbedingt meiden. Hotspots, an denen sich Urlauber drängeln, gibt es auch im Heile-Welt-Schwarzwald der Tourismuswerber. Aber die Touristiker in Deutschlands größtem Mittelgebirge weisen darauf hin, dass dies nur für wenige Punkte in der Ferienregion gilt. 

Schwarzwälder Genießerpfad Lebküchlerweg Todtmoos

Auf den Himmelsliegen zur Ruhe kommen und die einzigartige Landschaft bei Todtmoos auf sich wirken lassen.

 

Waldeinsamkeit im Schwarzwald genießen

Das Corona-Virus macht Reisepläne zunichte und bremst das gesellschaftliche Leben aus. Orte mit viel Publikumsverkehr und großem Andrang sollte man in diesen Tagen unbedingt meiden. Hotspots, an denen sich Urlauber drängeln, gibt es auch im Heile-Welt-Schwarzwald der Tourismuswerber. Aber die Touristiker in Deutschlands größtem Mittelgebirge weisen darauf hin, dass dies nur für wenige Punkte in der Ferienregion gilt. Wer sich im frühlingshaften Klima erholen möchte, kann im Schwarzwald rund um seinen Aufenthalts- oder Wohnort zu Fuß, per MTB oder Fahrrad stundenlang unterwegs sein, ohne anderen zu nahe zu kommen. Die Schwarzwald Tourismus GmbH in Freiburg hat dazu Tipps für die Osterferien zusammengestellt. Die Touristiker bitten aber, auf ungewohnte, ungeübte oder risikoreiche Freizeitaktivitäten zu verzichten, um sich selbst und Rettungsdienste oder Bergwacht nicht zusätzlich zu gefährden.

Naturnahes Wandern auf „Schwarzwälder Genießerpfaden“

Abwechslungsreiche Wege, überwiegend naturbelassen, eindeutig beschildert und vom Deutschen Wanderinstitut als „Premiumweg“ zertifiziert: Das sind die „Schwarzwälder Genießerpfade“. Sie sind zwischen sechs und 18 Kilometer lang, überfordern also auch weniger geübte Wanderer nicht. Das Besondere: Neben der Landschaft rücken Schwarzwälder Küche, Weine, Brände, Biere oder Wasser in den Fokus. Alle Infos gibt es unter Tel. 0761.896460, www.geniesserpfade-schwarzwald.info oder www.wandern-schwarzwald.info

 

Einige Favoriten der Touristiker im nördlichen Schwarzwald stellen wir hier vor:

Auf dem knapp 15 Kilometer langen Tonbachsteig rund um Baiersbronn im Norden führen alte Holzmacherpfade über weite Strecken durch die unberührte Natur im Nationalpark Schwarzwald. Am Genussplatz Oberer Zinken und am Huzenbacher Seeblick bieten sich grandiose Aussichtsplätze.

Auf dem Wasser-, Wald- und Wiesenpfad rund um Calw passieren Naturliebhaber Buntsandsteinfelsen, Streuobstwiesen und ein Wildschweingehege. Der 13 Kilometer lange Genießerpfad durch den Nordosten des Schwarzwaldes führt an der Burgruine Zavelstein und sogar an einem steinernen Schafott im Wald vorbei. Manchen überkommt hier das Schaudern, wurden hier doch in früheren Jahrhunderten „Hexen“ verbrannt und Hinrichtungen vollzogen.

Auf naturbelassenen Wegen und Pfaden schlängelt sich die "Klösterle-Schleife" durch die Wolfsschlucht bei Bad Rippoldsau-Schapbach im nördlichen Schwarzwald. Der acht Kilometer lange Rundweg ist gesäumt von erfrischenden Bergwasserquellen und führt zum Burgbachwasserfall: Mit 32 Metern ist er einer der höchsten freifallenden Wasserfälle in Baden-Württemberg.

Spannende Vergangenheit, idyllische Täler, unverfälschte Natur und schöne Aussichten bilden den Rahmen des Schwarzwälder Genießerpfades "Der Teinacher". Namensgeber sind das Flüsschen Teinach und das bekannte Mineralwasser aus Bad Teinach am Ostrand des nördlichen Schwarzwalds. Eines der Highlights der zwölf Kilometer langen Tour ist die Besteigung der Mathildenstaffeln über 600 Stufen.

Der 14 Kilometer lange Genießerpfad "Baiersbronner Sankenbachsteig" im nördlichen Schwarzwald führt auf naturbelassenen Pfaden zum Sankenbachsee und den Sankenbacher Wasserfällen. Von der Wasenhütte bietet sich ein toller Blick auf Freudenstadt - die Stadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands.

Seinem Namen alle Ehre macht der "Heidelbeerweg" in Enzklösterle am Ostrand des nördlichen Schwarzwalds: Auf rund 13 Kilometern führt der Rundweg vorbei an vielen Heidelbeersträuchern. Höhepunkt des abwechslungsreichen, nur mit mäßigen Steigungen gespickten Wegs ist die Durchquerung einer moosbewachsenen Felsenlandschaft auf einem schmalen Pfad. Und mit etwas Glück bietet sich bei der Umrundung des Rotwildgeheges die Möglichkeit, Hirsche zu beobachten.

Die Rundtour "Wolfsgrube" in Neubulach führt auf sieben Kilometern auf schmalen Pfaden und durch Laub- und Nadelwälder an der Teinach entlang durch den nördlichen Schwarzwald. Namensgebend ist die rundgemauerte Wolfsgrube, die früher, mit Reisig bedeckt, als Fallgrube genutzt wurde. Auf der Feenwiese lädt eine Himmelsschaukel zum Verweilen ein, ehe es über den aus Buntsandstein bestehenden Beilfelsen wieder zurück zum Ausgangspunkt geht.

 

Im mittleren Schwarzwald empfehlen sich folgende Wanderungen:

Auf idyllischen Pfaden führt der Heilklima-Steig rund um den Heilklimatischen Kurort Schönwald im mittleren Schwarzwald. Auf elf Kilometern geht es ohne allzu anstrengende Steigungen über Berge und durch Täler, immer entlang der Klimazonen. In der klaren, teils noch winterlichen, Schwarzwald-Luft werden so Schritt für Schritt die gesamten Vitalfunktionen angeregt.

Der Peterstaler Schwarzwaldsteig führt fast elf Kilometer weit durch das Renchtal im mittleren Schwarzwald. Trotz der moderaten Gipfelhöhen von nur 745 Meter bieten sich dem Wanderer hier schöne Fernblicke. Das Flusstal der Rench, Bergwiesen mit Himmelsliegen und würzige Nadelwälder sorgen auf der mittelschweren Tour für viel Abwechslung.

Der Hausacher Bergsteig ist ein anspruchsvoller, etwa 14 Kilometer langer Trail in moderaten Höhenlagen zwischen 246 und 581 Metern. Er bietet malerische Ausblicke auf die Berge rund um das Kinzigtal im mittleren Schwarzwald, unterwegs kann man sich an „Wanderkühlschränken“ mit herzhaften regionalen Köstlichkeiten stärken. 

Ohne große Höhenunterschiede führt der Rundweg Waldpfad Groppertal vorbei an Baumriesen, Schwarzwaldhöfen und idyllischen Waldpassagen nördlich von Villingen-Schwenningen. Am Ostrand des Schwarzwaldes laden Vesperstuben und ein Rast- und Spielplatz am Wildgehege ein.

Stattliche Schwarzwaldhöfe mit teils jahrhundertelanger Familiengeschichte, dunkle Wälder, saftig grüne Streuobstwiesen und tief eingeschnittene Täler vereint der "Gebirger Höfe-Weg". Entlang der rund zehn Kilometer langen Rundtour bei Durbach im mittleren Schwarzwald lässt sich die durch harte Arbeit geprägte Geschichte der sieben Hofgüter am Wegesrand erkunden.

Die "Alde Gott Panoramarunde" in Sasbachwalden führt auf 9,7 Kilometern durch das Rebland der Ortenau rund um das bezaubernde Blumen-, Wein- und Fachwerkdorf im mittleren Schwarzwald. Weinberge, Wiesen, Wasserfälle und Wälder sowie die wechselnden Blicke auf das weiß-schwarze Fachwerk des Ortes prägen das Bild.

Mitten in die Heimat des Bollenhuts führt der "Gutacher Tälersteig". Rund um Gutach im mittleren Schwarzwald geht es 14 Kilometer weit über Berge und Täler. Die offenen Nadel- und Mischwälder gewähren immer wieder schöne Ausblicke in die Tallandschaft.

Der "Auerhahnweg" im Schramberger Stadtteil Tennenbronn führt auf 10,5 Kilometern durch herrliche Wälder und über idyllische Wiesenpfade im mittleren Schwarzwald. Hier gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine große Auerhuhn-Population; heute informieren Installationen und Informationen über das Leben und den Lebensraum dieser besonderen Tiere.

Mit einem schönen Rundblick bis zur Schwäbischen Alb lockt die "Himmelberg-Runde" um den Stadtteil Öfingen von Bad Dürrheim.  Auf gut zehn Kilometern steigen Wanderer zum Gipfel des 941 Meter hohen Himmelbergs hinauf und blicken bei guter Sicht über die Baar auf der östlichen Seite des Schwarzwaldes bis zu den Schweizer Alpen.

 

Tipps für den südlichen Schwarzwald:

Der Hochschwarzwälder Hirtenpfad bei Lenzkirch führt als acht Kilometer langer Rundweg an Waldrändern und Wiesen entlang durch den südlichen Schwarzwald. Er bietet weite Aussichten auf das nach Süden sich öffnende Gletscherhochtal und übers Hochrheintal bis in die Schweizer Alpen.

Die Gauchachschlucht im südlichen Schwarzwald ist die „kleine Schwester“ der Wutachschlucht und eines der ältesten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs. Auf dem Genießerpfad Paradiestour Gauchachschlucht können Wanderer die urwüchsige Natur und zahlreiche Wasserfälle entdecken und auf nur sechs Kilometern tief in die Erdgeschichte eintauchen.

Der "Bernauer Hochtal Steig" bietet 16 Kilometer anspruchsvolle Pfade im Bernauer Hochtal mit eindrucksvollen Schwarzwald- und Alpenpanoramen. Höchster Punkt des Steigs tief im südlichen Schwarzwald ist das 1349 Meter hohe Spießhorn.

Der "Lebküchlerweg" bei Todtmoos verläuft zwölf Kilometer weit über Wiesen- und Waldpfade. Die mittelschwere Tour im südlichen Schwarzwald führt bis auf 1159 Meter Höhe. Vorbei geht es an Wasserfällen, kleinen Schluchten, alten Bauernhäusern und uralten Weidbuchen.

Der zehn Kilometer lange "Geißenpfad" in Menzenschwand im südlichen Schwarzwald fasziniert mit traumhaften Ausblicken ins Menzenschwander Tal. Die „Klusenmoräne“ des ehemaligen Gletschers und die Menzenschwander Wasserfälle sorgen für ein einmaliges Naturerlebnis.

Durch die urwüchsige Naturlandschaft der Wutachflühen führt der "Sauschwänzle-Weg" von Blumberg-Zollhaus bis Grimmelshofen. Die 12 Kilometer lange Strecke am Ostrand des südlichen Schwarzwalds belohnt mit einem Panoramablick auf die Schweizer Alpen. 

Für eine schöne Tour quer durch den Kaiserstuhl westlich von Freiburg empfiehlt sich im Frühling der "Badbergpfad". Er ist zwar kein "Schwarzwälder Genießerpfad", rückt aber ebenfalls den Naturgenuss in den Vordergrund: Über 15 Kilometer geht es von Vogtsburg-Oberrotweil nach Nimburg, über die charakteristischen Weinterrassen. Mit etwas Glück sind am Fuße des Badbergs auch Smaragdeidechsen bei ihrem Sonnenbad anzutreffen.

Auch das Markgräflerland am Westrand des südlichen Schwarzwalds ist im Blüten- und Farbenzauber des Frühlings besonders schön. Von Bad Bellingen schlängelt sich der Fernwanderweg "Wiiwegli" auf einer rund zwölf Kilometer langen Teil-Etappe nach Müllheim. Überwiegend führt der Weg durch die Weinberge des Markgräflerlands, aber auch Streuobstwiesen und sonnige Laubwälder im ersten Grün machen die Tour zu einem abwechslungsreichen Genuss.

Die Broschüre „Schwarzwälder Genießerpfade und Wandertipps“ macht Lust auf 45 solcher Genusstouren durch das vielfältigste Mittelgebirge Deutschlands. Sie kann neben vielen weiteren Prospekten gratis angefordert werden unter Tel. 0761.89646-0,  www.schwarzwald-tourismus.info 

Wandertipps für die ganze Familie: „Annis Abenteuer-Touren“

Am intensivsten lässt sich die Ferienregion Schwarzwald für Familien bei einer kindgerechten Wanderung auf „Annis Abenteuer-Touren“ entdecken. Solche Mitmachwege gibt es viele: etwa den Märchenweg „Das kalte Herz“ auf dem Sommerberg in Bad Wildbad, den Holz-Erlebnispfad in Baiersbronn, den drei Kilometer langen „Hausacher Abenteuerpfad“, den „Haslacher Walderlebnispfad“, den „Räuber Hotzenplotz-Weg“ in Gengenbach, die „Märchen-Schatzsuche“ im Renchtal, den „Wichtelpfad“ am Feldberg, den „Spürnasenpfad“ in Todtmoos oder den „Wolfspfad“ in Höchenschwand. Die Rundtouren beginnen immer an einem Parkplatz oder an einer Haltestelle des ÖPNV, die auch an Wochenenden bedient wird. An den Wegen gibt es Rastplätze für Vesperpausen. Eine Übersicht mit mehr als 60 Touren gibt es unter www.annis-abenteuer-touren.info

Auf familienfreundlichen Radwegen durch den Schwarzwald

Der Schwarzwald zählt zu den attraktivsten Radregionen Deutschlands. Denn wo Berge aufragen, gibt es natürlich auch Täler. Und so kann man in „Deutschlands schönster Genießerecke“ tatsächlich auch stundenlang bergab radeln. Da hat selbst der Nachwuchs seinen Spaß. Viele solcher Genießerstrecken laden zu entspannten Touren ein. Wer es besonders genüsslich angehen will, lässt sich von den Radbussen und Bahnen auf die Schwarzwaldhöhen bringen – und rollt ohne große Anstrengungen wieder talwärts. Mehr Infos unter Tel. 0761.89646-0, www.rad-schwarzwald.info

Mit dem Fahrrad durch die sonnigste Region Deutschlands touren, durch Weinberge, malerische Winzerorte, mit Weinverkostungen direkt vor Ort – das macht der neue „Badische Weinradweg“ möglich. Er ist ab April 2020 ausgeschildert und führt rund 460 Kilometer weit von der Schweizer Grenze bis nach Laudenbach am Übergang zum Weinbaugebiet Hessische Bergstraße. Mehr Infos unter Tel. 0761.896460, www.badischer-weinradweg.info   

 

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