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Der Gin des Lebens.

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Schwarzwälder Gin

Im Schwarzwald gibt es eine breite Palette an Edelbränden. Doch in den letzten Jahren gewinnt neben Kirschwasser, Zibärtle und Himbeergeist eine andere Spirituose immer mehr an Bedeutung: Gin – eigentlich eine britische Spezialität. 

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Monkey47

Seit 2011 steht fest: Der beste Gin der Welt kommt aus Loßburg. „Monkey47“ aus der Brennerei „Black Forest Distillers“ im nördlichen Schwarzwald überzeugte die Jury der „International Wine & Spirit Competition“ in London. Inzwischen ranken sich viele Mythen um die Schwarzwälder Gin-Destillateure. Im Schwarzwald gibt es mindestens so viele Geschichten wie Gin-Sorten.

Die „Black Forest Distillers“ sind sicher: Die Geschichte des Schwarzwälder Gins beginnt bereits in der Nachkriegszeit. 1951 wollte Montgomery Collins im Schwarzwald Uhren bauen. Sonderlich erfolgreich war der Brite damit aber nicht, dafür boomte sein Gasthof „Zum wilden Affen“. Als echter Brite liebte er natürlich Gin. Also entwickelte er mit einem Schwarzwälder Brenner eine Rezeptur für den ersten Schwarzwälder Gin.

Jahrzehnte später tauchte ein Brief von Collins mit der Rezeptur in der Truhe eines alten Landgasthofes auf. Alexander Stein und Christoph Keller hatten damit die Grundlage für ihren Gin. 2010 brachten sie gemeinsam die erste Flasche des „Monkey47“ auf den Markt. Schon ein Jahr später galt er als „weltbester Gin“.

Die 47 im Namen steht für die Alkohol-Prozente und die 47 verwendeten Arten von Kräutern, Blättern, Samen, Hülsen, Wurzeln, Rinden, Beeren und Früchten. Diese „Botanicals“ legt der Destillateur in Ethylalkohol ein. Für das Grundaroma ist die Wacholder-Beere verantwortlich. Wacholderbüsche wachsen auch in der Amolterer Heide am Kaiserstuhl oder zwischen Gültlingen und Holzbronnn bei Calw – aber nicht genug. Woher sie ihren Wacholder beziehen, verrät aber keiner der Schwarzwälder Gin-Hersteller.

Je mehr „Botanicals“ in einem Gin enthalten sind, desto hochwertiger und teurer ist er. Ohnehin stammt nur rund ein Drittel der Zutaten für „Monkey47“ aus dem Schwarzwald. Lavendel aus der Provence, die Zitrusfrüchte aus Italien. Alles zusammen gibt dem neuen Kultgetränk neben dem typischen Wacholdergeschmack eine Zitrusnote mit leicht pfeffriger Würze.

Black Forest Dry Gin

Eine andere Geschichte hat der „Black Forest Dry Gin“ der Brennerei Fies aus Oberkirch-Ringelbach. Der Schwarzwälder Obstbrenner Franz Fies hatte ebenfalls in den Nachkriegsjahren die Idee, aus Wacholder und regionalen Zutaten im Renchtal einen Schnaps zu destillieren. Aber auch sein Rezept verschwand zunächst in einer Schublade. Erst seine Nachfahren nahmen 60 Jahre später die Produktion wieder auf. „Im Grunde liegen Gin und Obstbrände in der Herstellung gar nicht so weit auseinander“, erzählt Joachim Neymeyer, Geschäftsführer der Brennerei Fies. Auch bei der Herstellung des Himbeergeists werden die Himbeeren, wie der Wacholder beim Gin, in Neutralalkohol eingelegt und mazeriert (eingeweicht). Deshalb gliedert sich der Gin sehr gut in die bereits vorhandene Reihe der Obstbrände ein.

Für Neymeyer „ist und bleibt Gin Trendgetränk“. Damit könne auch eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden. „Diese neue Kundengruppe soll nach und nach auch in den Kreis der Genießer unserer Schwarzwälder Obstbrände überführt werden.“ Die Produktion hochwertiger Obstbrände soll auf jeden Fall Hauptstandbein der Brennerei Fies bleiben.

Seinen ersten Siegeszug erlebte Gin nicht im Schwarzwald, sondern in Großbritannien. Als Wilhelm III. von Oranien-Nassau 1689 den englischen Thron bestieg, brachte er Wacholderschnaps aus seiner niederländischen Heimat mit. Er befreite die englischen Produzenten von Steuern auf die Gin-Herstellung. Aber erst Mitte des 18. Jahrhundert destillierten die ersten großen Firmen in London Gin.

 

Schwarzwälder Gin-Produzenten

Im Schwarzwald gibt es zahlreiche Brennereien, die inzwischen ihren eigenen Gin herstellen. Einige bieten auch Besichtigungen mit Verkostungen an. Wenn Sie selbst recherchieren wollen, finden Sie hier eine breite Auswahl:

  • „Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin“– mit 47 Botanicals – ca. 65€/l
    Black Forest Distillers GmbH, Loßburg, Tel. +49 7455 946870, www.monkey47.com
  • „Fies Black Forest Dry Gin“– mit über Granitgestein gefiltertem Wasser – ca. 52€/l
    Franz Fies GmbH Edelobstbrände, Oberkirch, Tel. +49 7802 4445, www.fiesbrennerei.de
  • „BOARGIN - Black Forest Premium Dry Gin“– mit Trüffelnote – ca. 72€/l
    The Black Forest Boar Distillery GbR, Bad Peterstal, Tel. +49 7806 9929466, www.boargin.de
  • „Needle Gin“– mit Fichtennadeln – ca. 24€/l, „Schwarzwald Distilled Dry Gin“– Lidl Gin – ca. 18€/l
    Bimmerle KG, Achern, Tel. +49 7841 62200, www.bimmerle.de
  • EIGEN-BRAND GIN - im Holzfass gereift – ca. 50€/l                                                                       Adolf Weisenbach Schwarzwälder Edelbranntweinbrennerei GmbH, Kappelrodeck, Tel.: +49 7842 9973490, www.brennerei-weisenbach.de    
  • „MundART – Kaiserstuhl Dry Gin” – fruchtig und frech – ca. 60€/l
    Fabian Vögtle Destillate, Vogtsburg, Tel. +49 170 7787935, www.voegtle-destillate.de
  • „maidli Gin“ – drei verschiedene Varianten – ca. 74€/l
    Maidli Gin GbR, Heuweiler, Tel. +49 7666 8177, www.maidli-gin.de
  • „Gin Leviathan“– mit 4 Pfefferarten – ca. 78€/l
    Edelbrennerei Wurth, Neuried-Altenheim, Tel. +49 7807 2338, www.edelbrennerei-wurth.de
  • „Black Forest Dry Gin“– besonders starke Zitrusnote – ca. 52€/l
    Destillerie Kammer-Kirsch GmbH, Karlsruhe, Tel. +49 721 955510, www.kammer-kirsch.de
  • „Wild Gin”– besonders starke Zitrusnote – ca. 59€/l
    Franz Wild GbR, Gengenbach, Tel. +49 7803 5555, www.wild-brennerei.de
  • „Marder Gin“ – dezente Lakritznote – ca. 52€/l
    Marder Edelbrände, Albbruck, Tel. +49 7755 238, www.marder-edelbraende.de
  • „Tuniberg Dry Gin“ – 67 pflanzliche Zutaten – ca. 60€/l
    Öko Wein- und Sektgut Gretzmeier, Merdingen, Tel. +49 7668 94230, www.gretzmeier.de
  • „Grape-Gin“– mit Rebblüten – ca. 59€/l
    Böttchehof, Schallstadt, Tel. +49 7664 7377, www.boettchehof.de
  • „Feiner Kappler Gin“– Wurzeldestillat – ca. 60€/l
    Axel Baßler, Kappelrodeck, Tel. +49 7842 994602, www.feinerkappler.de
  • „IRIS Dry Gin” – Natur pur – ca. 78€/l
    Scholerhof Iris Krader, Gallenweiler, Tel +49 171 4300906, www.scholerhof.de
  • „Gengenbacher Gin“ – mit 44 Botanicals – ca. 59€/l
    Armbrusters Hoflädele, Gengenbach, Tel. +49 7803 3235, www.hoflaedele.de
  • „Black Cherry Gin“ – mit einem Hauch von Kirschen – ca. 46€/l
    Weber Obsthof, Achern-Mösbach, Tel. +49 7841 669050, www.webers-destillate.de
  • "ZWEIMANNPREMIUM DRY GIN" - mit Wallnuss und Quellwasser aus dem Schwarzwald - ca. 76€/l
    Weingut Weber, Ettenheim, Tel. +49 7822 894848, www.weingut-weber.com
  • "THOMMES 506" - London Dry Gin vom Hochrhein, mit Tannenzipfelhonig - ca. 62,80€/l
    Thomann's Schnapskeller, Bad Säckingen-Wallbach, Tel. +49 7761 1567, www.schnapskeller.com
  • "24/12 Dry Gin - Schwarzwald Gin" - Mit 24 wilden und für den Schwarzwald typischen Kräutern sowie 12 Gewürzen - ca. 49€/l
    PaminaVita UG, Karlsruhe, Tel. +49 7272 – 777 6209, www.paminavita.de
  • "Gretchen Dry Gin" - Eine Hommage an den Schwarzwald und die Liebe, nach einem Hausrezept von 1947, das Alfred Schladerer seiner Frau Greta widmete. - ca. 40€/l
    Alfred SCHLADERER - Alte Schwarzwälder Hausbrennerei GmbH, Staufen, Tel. +49 7633 8320, www.schladerer.de
  • "Weissbart - Badischer Gin" - Feinster Gin vom Kaiserstuhl mit besten Schwarzwald-Zutaten - ca. 69€/l
    Tietge GmbH / Rosenhof Familie Weiß, Offenburg / Bahlingen a.K., Tel. +49 781/919705-0, www.weissbart-gin.de
  • "GOLDJUNGE GIN" - Classic Outfit. Premium Spirit. Pure Gold. - Gin mit 22 Botanicals und echten Goldstücken aus Pforzheim - ca. 89,80€/l
    Deuschle GmbH, Pforzheim-Huchenfeld, Tel. +49 72 31 / 97 89 88, www.goldjunge-gin.de

Rezepte für Gin-Fans

So gelingt's

  • Gin Tonic: 4 cl Gin mit 16 cl Tonic Water vermischen und mit Eiswürfeln und einer Orangenzeste servieren.
  • „Lady Elisabeth“ im Sektglas servieren. Er besteht aus 1 cl Black Forest Dry Gin, 1 cl Cointreau, 1 cl Zitronensaft. Der Rest wird mit Winzersekt oder Prosecco aufgegossen.
  • Black Forest Dry Gin pur im Tumbler. Hierzu benötigt man 2 cl Black Forest Dry Gin, Eiswürfel, eine leicht säuerliche Apfelzeste oder ein Basilikumblatt.

Ein echter Geheimtipp sind Gin-Menüs. Der im Gin enthaltene Wacholder verleiht dem Gericht eine besondere Note. Gin findet zum Beispiel Anwendung in einer Soße oder in einem cremigen Mousse und Gurken-Mango-Melange kreierten Gin-Dessert.