Schluchtensteig Schwarzwald Etappe 2 von Blumberg zur Schattenmühle

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Eine acht Meter lange, steile Treppenleiter, die in die kleine Schlucht des Schleifenbachs hinunter führt, lädt gleich zu Beginn der zweiten Etappe zu einer Mutprobe ein. Das Abenteuer Wutachschlucht beginnt ab dem Sägewerk Wutachmühle. Hier wird das Tal immer schmaler und urwaldartiger, der Pfad führt über Wurzelwerk. Bald tauchen links senkrechte Felswände auf und der Rastplatz an der Schurhammerhütte und eine Kiesbank am Amselfelsen laden zum Verweilen ein. Gegen Ende steigt der Pfad hoch in die Felsen über dem Wildfluss und verläuft am Tanneggerwasserfall vorbei zum Etappenziel an der Schattenmühle am Ausgang der Lotenbachklamm.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Blumberg

Zielpunkt der Tour:

Schattenmühle

Beschreibung

Treppen und kleine Leitern führen von Blumberg durch die kleine Schlucht des Schleifenbachs mit seinem Wasserfall zurück zur Wutach. Wo heute der kleine Bach ins Tal springt strömte einst die Feldberg-Donau vom eiszeitlichen Seebachgletscher als einer der Hauptquellflüsse der Donau entgegen. Die Ur-Wutach hatte ihr Quellgebiet weiter südlich, zapfte aber im Verlauf der Erdgeschichte durch Erosion allmählich das Stromgebiet der Donau an und lenkte schließlich deren Wasser in Richtung Rhein um. In Achdorf ist die Wutach wieder erreicht. Für ein kurzes Stück ist das Tal eher lieblich denn schluchtartig. Wer Zeit und Glück hat kann Biber bei ihrer Arbeit beobachten, oder sie zumindest hören. Hinter dem Sägewerk Wutachmühle ändert sich die Landschaft abrupt. Das Tal schnürt sich zusammen, eng rücken steile Wald- und Felsflanken aneinander. An manchen Stellen bleibt für den Wanderweg nur noch ein schmaler Sims zwischen senkrechter Felswand und reißendem Fluss. Der Wutachaustritt wird passiert, wo das knapp drei Kilometer flussaufwärts versickernde Wasser eindrucksvoll aus dem Berg sprudelt - so nimmt man zumindest an, denn der Beweis steht auch heute noch aus. Von rechts beim Kanadiersteg mündet die Gauchach in die Wutach. Hier bietet sich ein Abstecher in die wildromantische Gauchachschlucht bergwärts Richtung Bräunlingen-Döggingen (Bahnstation) an. Felsengalerien bauen sich über Urwäldern auf, weit oben blitzt die Sonne durch das dichte Blätterdach. Eine eindrucksvolle Landschaft als Begleiter am Weg zur Schattenmühle (Bushaltestelle). Mit dem Linienbus geht es dann, je nach Quartierwahl nach Bonndorf oder Löffingen.

Wegbeschreibung

In Blumberg führt der Schluchtensteig zunächst an der Hauptstraße entlang. Dieser gilt es ein kurzes Stück zu folgen. An der Gabelung verläuft der Weg nach links bis zum letzten Haus von Blumberg. Den Ort hinter sich lassend, geht es links am Gartenzaun entlang auf einem kurzen Wiesenweg bis zur Infotafel der Schleifenbachwasserfälle. Von dort führt ein schmaler Pfad sofort steil bergab. In einigen Serpentinen führt der Weg durch einen Laubwald. Von der Plattform aus ist ein schöner Wasserfall zu sehen. Der Abstieg durch die Schleifenbachklamm ist spannend. Hier stürzen gewaltige Kaskaden in die steile Schlucht hinab. Beim Abstieg über die Leiter ist Vorsicht geboten. Über die lange Holzleiter geht es hinab, um über den Bach zu gelangen. Auf der gegenüberliegenden Seite führt wieder ein Pfad aus dem Tal hinaus.

Nach einem kurzen Aufstieg stößt der Pfad auf einen breiten Forstweg. Rechts haltend, geht es bequem durch den Laubwald bis zu einer Wiesenfläche weiter bis zum Wegzeichen "Achendorf-Talenäcker". Von hier aus führt der Weg dann bis zur Bundesstraße, wo es links in den Ort Achendorf hinein geht. Der Straße folgend führt der Weg beim Brunnen am Rathaus links bergab. Auf diesem Weg geht es weiter bis die eindrucksvolle Gaststätte Scheffellinde in Sichtweite ist. Hier geht es direkt am Lindenbaum rechts durch die Einfahrt. Geradewegs an dem alten Mühlrad vorbei führt der Weg über die Querstraße links weiter. Am Haus des Gastes geht es rechts auf den Schotterweg. Neben diesem Weg fließt ein Bach, den es später zu überqueren gilt. Der Weg führt leicht bergauf, bis ein kleines Sträßchen links nach Aselfingen abzweigt. An der Wutachstraße biegt man rechts direkt in Richtung Aselfingen ein. Die Ortschaft wird bis zum Ortsende durchwandert. Links führt der Wanderweg über die Wutachbrücke. Auf dem Schotterweg rechts durchwandert man nun die Flussaue. Der schöne Farbton der Wiesen und Laubbäume lässt sich genießen und auch die Wutach ist immer in Hörweite. Bald gelangt man an eine Abzweigung im Wald. Dieser folgt man rechts bis auf den Schotterweg. Nach Durchschreiten der Senke endet der Weg an der Landstraße L171. Hinter der Leitplanke rechts führt ein Schotterpfad hinüber zum Sägewerk. An dessen Einfahrt geht es wieder rechts über das Gelände an Holzstämmen vorbei bis zum Wald. Ein breiter Forstweg führt von dort in die Schlucht.

Nach einiger Zeit gelangt man an den Kanadiersteg, bei dem die Gauchach in die Wutach mündet. Geradeaus geht es am Bach entlang. Ab hier ist der Wegteil in der Schlucht durch die Nässe rutschig. Zudem ist es teilweise eng und steil. Bald führen die ersten Treppen über den Fluss und dann geht es den Felsen entlang. Über den Steg geht es auf die andere Seite des Flusses bis zum Rümmelesteg. Hier wechselt man erneut auf die andere Flusseite, bis es gilt die Holzbrücke zu passieren. Am Felsen vorbei kann ein sagenhafter Ausblick über das Flusstal genossen werden. Beim Abstieg gelangt man über eine kleine Holzleiter ans Ufer zurück. An der massiven Felswand geht es vorbei bis die Wutach wieder zu sehen ist. Der Wanderweg führt durch den Wald über eine Holzbrücke an eine Kreuzung. Am Drahtseilgeländer entlang erfolgt ein Aufstieg. Nach dem Überqueren der Wutach geht es wieder abwärts. Hier führt der Weg geradezu auf einen Grillplatz mit Hütte, wo sich eine Rast durchaus anbieten würde. Besonders auf diesem Weg gilt es die Natur zu bewundern. Ein Wasserfall direkt am Wanderweg speist die Wutach. Über den Steg gelangt man an eine Kapelle am Waldrand. Etwas weiter führt dann ein breiter Weg hinauf bis zu einem Pfad auf der rechten Seite. Auf diesem geht es weiter durch den dichten Wald. Über die Diefurtbrücke gelangt man noch einmal auf die andere Flusseite der Wutach. Hier befindet sich ein weiterer Rastplatz. Auf und Ab führt der Weg nun weiter an einen Wasserfall. Der von hier aus letzte Wegabschnitt führt dann direkt zur Schattenmühle, dem Ende dieser Etappe.

Ausrüstung

Entlang des gesamten Schluchtensteigs sind meist reichliche Möglichkeiten für eine Rast zu finden. Von Etappe zu Etappe gibt es aber unterschiedlich viele Rastplätze und Schutzhütten. Einzelne Rastbänke sind immer wieder anzutreffen - abgesehen von den Schluchtenabschnitten. Eine Sitzunterlage (Sitzkissen) ist zu empfehlen, da viele Steine und Bänke oft feucht sind.
Einkehrmöglichkeiten sind teilweise nur in den Etappenorten anzutreffen. Auf dieser Etappe finden Sie wenige Kilometer nach dem Start und dann erst wieder am Ende in Blumberg eine Einkehrmöglichkeit. Daher sollten Sie immer etwas Obst und Energieriegel, sowie ausreichend zu trinken dabei haben. Jedoch gibt es durchaus einige kulinarische Versuchungen, wie zum Beispiel eine Schwarzwälder Kirschtorte oder ein herzhaftes regionales Vesper in den Etappenorten, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Tipp des Autors

An Feiertagen und am Wochenende sind hier sehr viele Wanderer unterwegs. Besser die Tour unter der Woche machen oder sehr früh morgens losgehen.

Sicherheitshinweise

Zur Begehung des Schluchtensteigs sollten Sie unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle und eventuell auch Stöcke für die teils sehr steilen und rutschigen Abschnitte in der Schlucht benützen. Bitte beachten Sie, dass besonders in Bannwäldern und Naturschutzgebieten auch Gefahren von Totholz und in den Schluchten von Steinschlag bestehen können.
Die  Wutachschlucht ist in verschiedene Rettungssektoren eingeteilt. Sie ermöglichen der Bergwacht im Fall der Fälle gezielte Maßnahmen. Achten Sie deshalb bitte darauf, in welchem Sektor Sie sich befinden.

Anfahrt

Anreise nach Blumberg mit der Bahn: Stuttgart –Rottweil – Tuttlingen oder Basel – Waldshut. Mit dem Bus Waldshut – Blumberg Buslinie 7338 (90 Min.).

Parken

Kostenloses Parken in Blumberg ist beim Feuerwehrhaus und bei der Stadthalle möglich. In Bonndorf kann man ebenfalls an der Stadthalle oder direkt am Wanderparkplatz bei der Wutachmühle parken.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Etappentransfer Blumberg – Wutachmühle – Schattenmühle: Mo – Fr Buslinie 7277 nur z. Wutachmühle (30 Min), Sa/So Rufbus Tel. 07721-992948 eine Stunde vor Fahrtantritt. Etappentransfer Wutachmühle – Schattenmühle Buslinie 7344 ca. 2x Mo – Fr, am Sa/So von Mai bis Oktober Wanderbus Wutachschlucht 7344 stündlich (25 Min).

Wochenend- und FeiertagsTIPP : Bahnanreise von Freiburg oder Donaueschingen nach Löffingen, weiter mit Wutachschluchtwanderbus (Buslinie 7259) stündlich) zur Schattenmühle. Busanreise mit Buslinie 7343 ab Schluchsee-Seebrugg über Rothaus – Bonndorf [– Schattenmühle] (35 Min), 2x Mo-Fr (ganzjährig), 4 x So (nur Mai bis Sept)

Fahrplan

Höhenprofil:
Schwierigkeit mittel
Länge20,3 km
Aufstieg 414 m
Abstieg 460 m
Dauer 6:30 h
Niedrigster Punkt533 m
Höchster Punkt699 m
Startpunkt der Tour:

Blumberg

Zielpunkt der Tour:

Schattenmühle

Eigenschaften:

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland familienfreundlich

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