Schluchtensteig Etappe 5 von St. Blasien nach Todtmoos

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Im Kurpark von St. Blasien, vorbei am mächtigen Dom und den barocken Fassaden des ehemaligen Klosters, startet der Aufstieg zum Aussichtspunkt Lehenkopf (1.039 m). Ab Dachberg taucht der Weg in die typische offene Landschaft des Hotzenwaldes ein. Weite Bergwiesen, die mit Heidekraut und Kräutern durchsetzt sind und immer wieder Aussichten bis in die Schweizer Alpen. Nach dem Ibacher Kreuz ändert sich das Landschaftsbild nochmal. Steil zickzackt der Schluchtensteig in die Hohwehraschlucht hinab und führt dann bis vor die Tore von Todtmoos mit seiner historischen Wallfahrtskirche.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

St. Blasien

Zielpunkt der Tour:

Todtmoos

Beschreibung

Vom heilklimatischen Kneipp-Kurort St. Blasien im tiefen Tal der Alb will der hölzerne Aussichtsturm am 1.039 Meter hohen Lehenkopf erst einmal erreicht sein. Gut, dass am Lusthausfelsen noch einmal eine Gelegenheit zum Verschnaufen und Schauen im Wegverlauf eingebaut ist. Weiche Waldpfade leiten vom Turm hinüber zu den ersten Weidfeldern von Urberg und Dachsberg. Einzelne Höfe stehen am Weg über Rüttewies und Horbach zum idyllischen Klosterweiher. Ein kurzer Anstieg leitet den Weg hinauf auf die Hochfläche und hinüber nach Ibach, das ebenso verstreut wie verträumt in der weiten Landschaft liegt. 427 Menschen leben in dem in der Eiszeit vom Feldberggletscher geformten Hochtal und man möchte es ihnen am liebsten gleichtun. Der schönste Blick über den Ort mit seinen Walmdachhöfen und dem nach Süden streichenden Hotzenwald bis auf die Alpen bietet sich von der kreuzgeschmückten Hügelkuppe über Ibach. Eine Panoramatafel erläutert die einzelnen Alpengipfel. Grasende Kühe stehen im wogenden Grasland am Weg zum Ibacher Kreuz. Wieder ändert sich das Landschaftsbild. Steil zickzackt der Schluchtensteig in die Hohwehraschlucht hinab. Was sich so dramatisch anhört, entpuppt sich als romantische kleine Waldschlucht, die kaum Platz für Weg und Wehra lässt. Diese hüpft hier, kaum entsprungen, schon putzmunter über kleine Kaskaden und Absätze Todtmoos entgegen, das sich im Schutz seiner barocken Wallfahrtskirche ins Tal schmiegt.

Wegbeschreibung

Die fünfte Schluchtensteigetappe führt  von St- Blasien nach Todtmoos. Gestartet wird am Nordwesttor der Klosteranlage in St. Blasien. Durch dieses geht es hindurch, am Haus des Gastes und der Tourist-Information vorbei bis zur Kreuzung. Hier folgt man dem Wegweiser Richtung Todtmoos. Der Weg führt an den Gebäuden des Klosterinternats und später an einer alten Mühle vorbei. Bald verläuft der Weg rechts unter einer Unterführung hindurch. Ein weiterer Wegweiser zeigt hier in Richtung Holzberg und führt kurzerhand in den Wald. Dem Pfad folgend, hat man bald einen schönen Ausblick über St. Blasien. Der Pfad endet in einem breiteren Weg. Am Wegweiser verläuft der Schluchtensteig sowohl auf Pfaden, als auch auf breiteren Wegen, bergauf bis zum Lehenkopfturm. Dieser hölzerne Aussichtsturm befindet sich auf 1039m Höhe. Von hier aus geht es über einen Forstweg wieder etwas hinab zur Lehenhütte. Aus dem Wald hinaus, folgt eine Kreuzung. Hier wählt man den Weg, der rechts über die Landstraße führt. Links biegt der Schluchtensteig dann in einen Wiesenweg ein. Durch die Weidelandschaft hindurch geht es dann in den Wald hinein und bald auf einen Pfad über. Wiesen und Wald wechseln sich ab bis ein weiterer Aussichtspunkt ansteht. Hier sind auch Bänke vorhanden, die zum Rasten einladen.

Von hier geht es über einen Pfad wieder abwärts auf den asphaltierten Weg. Dieser führt über einen Parkplatz zum malerischen Klosterweiher. Dort befindet sich auch eine Gaststätte, an der der Weg vorbei in den Wald hinauf führt. Bald gelangt man an eine Grube, in welcher damals Nickel abgebaut wurde. Ab hier geht es zum nächsten Aussichtspunkt, dem Kreuzfelsen. Auch hier kann man sich an der schönen Aussicht erfreuen. Aus dem Wald hinaus verläuft der Weg dann durch die freie Landschaft. Bald geht es wieder Richtung Wald. Am Waldrand entlang folgt man dem Weg bis zu einer Rastbank, auf der man den herrlichen Blick über die Gemeinde Ibach genießen kann.

Der Weg führt dann wieder in den Wald hienein und man gelangt über einen Forstweg an eine Straße. An dieser geht es links und dann wieder rechts an einem Parkplatz vorbei. Hier folgt ein Panoramaweg, der hinauf zum Aussichtspunkt Lampenschweine führt. Von hier geht es weiter durch Weiden am Waldrand entlang und an einer Schutzhütte vorbei. Diesem Weg folgend erreicht man das Gipfelkreuz am Schluchtensteig. Eine tolle Aussicht über die weite Landschaft lässt sich bestaunen. Ein breiter Weg führt zu einem Wegweiser, dem man nach rechts folgt. Über einen Wiesenweg wird ins Tal gewandert. Ein kurzes Stück geht der Weg entlang der Kreisstraße bis es wieder in den Wald hienein auf einem breiten Forstweg bergauf weiter geht. An der Kreuzung geht es links bis zur Landstraße. Hier auf dem Hörnleberg angekommen steht das Ibacher Kreuz.

Von hier aus geht es wieder in den Wald auf einem schmalen, urigen Pfad bergab ins Wehratal. Steil zickzackt der Schluchtensteig in die Hohwehraschlucht hinab. Was sich so dramatisch anhört, entpuppt sich als romantische kleine Waldschlucht, die kaum Platz für Weg und Wehra lässt. Diese hüpft hier, kaum entsprungen, schon putzmunter über kleine Kaskaden und Absätze Todtmoos entgegen, das sich im Schutz seiner barocken Wallfahrtskirche ins Tal schmiegt. Begleitet von der Wehra erreicht man Todtmoos. Über die Straße geht es hinein in den schönen Etappenort und ein weiterer Wandertag neigt sich dem Ende zu.

Ausrüstung

Entlang des Schluchtensteigs sind meist reichliche Möglichkeiten für eine Rast zu finden. Von Etappe zu Etappe gibt es aber unterschiedlich viele Rastplätze und Schutzhütten. Einzelne Rastbänke sind immer wieder anzutreffen - abgesehen von den Schluchtenabschnitten. Eine Sitzunterlage (Sitzkissen) ist zu empfehlen, da viele Steine und Bänke oft feucht sind.
Einkehrmöglichkeiten sind teilweise nur in den Etappenorten anzutreffen. Auf der ersten, zweiten und sechsten Etappe finden Sie wenige Kilometer nach dem Start und dann erst wieder am Ende eine Einkehrmöglichkeit. Daher sollten Sie immer etwas Obst und Energieriegel, sowie ausreichend zu trinken dabei haben. Jedoch gibt es durchaus einige kulinarische Versuchungen, wie zum Beispiel eine Schwarzwälder Kirschtorte oder ein herzhaftes regionales Vesper zwischen den einzelnen Etappen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Tipp des Autors

Kurz hinter dem Klosterweiher zweigt der Weg ab zum Naturerlebnisplatz des früheren Nickelbergwerks Friedrich-August-Grube. Der kurze, begehbare Erkundungsstollen des ehemaligen Bergwerkes ist ganzjährig zugänglich.

Sicherheitshinweise

Zur Begehung des Schluchtensteigs sollten Sie unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle und eventuell auch Stöcke für die teils sehr steilen und rutschigen Abschnitte in der Schlucht benützen. Bitte beachten Sie, dass besonders in Bannwäldern und Naturschutzgebieten auch Gefahren von Totholz und in den Schluchten von Steinschlag bestehen können.
Die Wutachflühen, die Wutach- und die Haslachschlucht sind in verschiedene Rettungssektoren eingeteilt. Sie ermöglichen der Bergwacht im Fall der Fälle gezielte Maßnahmen. Achten Sie deshalb bitte darauf, in welchem Sektor Sie sich befinden.

Anfahrt

Anreise mit der Bahn:
  • Freiburg Hbf –Seebrugg, Seebrugg – St. Blasien Buslinie 7319 ca. 20 Min.
  • Stuttgart - Singen oder Basel nach Waldshut, mit Buslinie 7332 nach St. Blasien 50 Min

Anreise mit dem Auto:

Autobahn (A 5) Frankfurt - Basel, Ausfahrt Freiburg/Mitte (B 31) - Titisee.
Autobahn (A 81) Stuttgart - Singen. Ausfahrt Donaueschingen (B 31) - Titisee.
Titisee (B 500) - Schluchsee - Häusern - St. Blasien - Menzenschwand oder Aha am Schluchsee - Menzenschwand - St. Blasien. 

Parken

Kostenlose Parkplätze gibt es in:

St. Blasien: An der Umgehungsstraße und am Friedhof.

Todtmoos: Schmidt`s Markt, Busbahnhof, Kurhaus Wehratal, Rathaus, bei der Wallfahrtskirche und beim Freibad.

Öffentliche Verkehrsmittel

Etappentransfer : Todtmoos - St. Blasien Buslinie 7321, 30 Min., 9x Mo-Fr, 6x Sa, 4x So.

Fahrplan

Höhenprofil:
Schwierigkeit schwer
Länge19,2 km
Aufstieg 590 m
Abstieg 541 m
Dauer 6:00 h
Niedrigster Punkt756 m
Höchster Punkt1136 m
Startpunkt der Tour:

St. Blasien

Zielpunkt der Tour:

Todtmoos

Eigenschaften:

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

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