Schluchtensteig Etappe 4 von Schluchsee-Fischbach nach St. Blasien

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Gleich zu Beginn der vierten Etappe erreicht man die felsige Kuppe des Bildsteins (1.134 m). Nach einem herrlichen Panoramablick geht’s weiter am Ufer des Schluchsees, vorbei an der Vesperstube Unterkrummenhof und bergauf zum höchsten Punkt der Gesamttour, dem Krummenkreuz (1.148 m). Fotohalt in Muchenland, wo uralte Schwarzwaldhöfe mit ihren weit herunter gezogen Dächern stehen. In Bernau kann man mit dem Resenhof noch einen dieser urigen Schwarzwaldhöfe im Original besichtigen. Sobald der Windbergwasserfall zu hören ist, beginnt das Finale dieser Etappe, die mit einem Blick auf den riesigen Dom St. Blasius zu Ende geht.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Oberfischbach

Zielpunkt der Tour:

St. Blasien

Beschreibung

Vom bezaubernden Bergdörfchen Oberfischbach führt eine (fast) schluchtenfreie Etappe nach St. Blasien. An diesem Tag bestimmen liebliche Täler und bewaldete Höhenzüge das Bild. Auf Erlebnisse muss trotzdem nicht verzichtet werden. Vom hoch aus den Tannen- und Fichtenwäldern ragenden Bildstein (1.134m), dem höchsten Wegabschnitt am Schluchtensteig, schweift ein weiter Blick vom Feldberg über den tiefblauen Schluchsee hinweg bis zu den Alpen. Im Zickzack geht es hinunter an den größten Schwarzwaldsee. Glück für alle, die jetzt Badezeug dabei haben! Dann taucht der Schluchtensteig wieder in dichte Wälder ein. Es duftet würzig nach frischem Harz, Tannenhäher sitzen laut schimpfend in den Bäumen, Königskerzen und Lupinen leuchten violett und blau um die Wette. Farne, Moose und Heidelbeersträucher säumen den Weg nach Muchenland. Ein paar uralte Schwarzwaldhöfe stehen zwischen Oberem und Unterem Habsberg, die Dächer weit herunter gezogen, um dem hier erbarmungslosen Winter zu trotzen. Das gleiche verträumte Bild bietet sich im Nachbarweiler Althütte, ehe es immer merklicher bergab geht. Bald schon dringt ein vertrautes Geräusch an die Ohren. Wasser rauscht über eine Felsstufe, fächert auf wie ein Schleier und sucht sich mit viel Getöse durch eine steile Talkerbe seinen Weg nach St. Blasien hinab. Kurz vor Etappenende kommt am Windberg-Wasserfall also doch noch der Schluchtenliebhaber auf seine Kosten. Dann klappt der Mund auf. Riesig, völlig überdimensioniert steht der Dom St. Blasius inmitten der Wälder und Berge. Die gewaltige Kuppel gehört mit ihren 62 Metern Höhe und einer Spannweite von 36 Metern zu den größten Kirchenkuppeln Europas. Der Wandertag durch stille Wälder endet grandios inmitten der herrlichen Parkanlagen zwischen dem Ufer der Alb und dem Dom.

Wer die Nacht vor der vierten Etappe im Schwarzwald Camp am Seeufer verbracht hat, fährt entweder mit dem Linienbus zurück nach Fischbach und beginnt seine Wanderung wie oben beschrieben. Man kann aber auch einfach direkt die knapp 3 km am Seeufer entlang nach Aha laufen, wo man wieder auf den Schluchtensteig trifft.

Wegbeschreibung

Vom bezaubernden Bergdörfchen Oberfischbach führt die vierte, (fast) schluchtenfreie Etappe nach St. Blasien. Nach dem Parkplatz beim Gasthof Hirschen geht es los. Links führt der Weg an der Infotafel vorbei zu einem Bauernhof. Ab hier geht es dann bergauf in den Wald. Auf der Höhe oben führt der Weg dann in Richtung Aha-Auerhahn. Über den urigen Pfad gelangt man an einen beachtlichen Aussichtspunkt, den Bildstein (1.134m). Von dort verläuft der Schluchtensteig rechts abwärts. Kurzerhand ist auch schon der Schluchsee in Sichtweite. Auf schmalem Weg geht es dann weiter bergab durch den herrlichen Wald. Bald gelangt man zur Eisenbahnbrücke, unter der der Weg hindurch führt. Beim Hotel Auerhahn geht es dann in Richtung Unterführung. Unter der B500 durch, führt der Weg direkt an den See. An den Segelbooten vorbei geht links auf einen Pfad, der am Schluchsee entlang führt. Am herrlichen Schluchsee-Ufer geht es entlang bis zum Unterkrummenhof. Der historische Hof wird heute als Versperstube betrieben. Kurz vor dem Hof verläuft der Weg in Richtung Wald. Am Wegweiser geht es dann links auf einen Forstweg, der später über eine alte Brücke führt. Diesem Forstweg gilt es weiterhin zu folgen. Durch den Wald geht es zur Krummenkreuz Hütte, die zum Verweilen und Rasten genutzt werden kann.   

Von hier aus führt der Schluchtensteig an den Muchenlandhöfen und an beeindruckenden Schwarzwaldhöfen vorbei. Es geht durch den Wald, bis der Weg links abzweigt und bald eine herrliche Heidelandschaft auftaucht. Auf dem asphaltierten Weg gelangt man durch die Ortschaft Althütte zum Wanderparkplatz. Auf dem Forstweg geht es dann in den Wald hinein. An der Windberghütte angelangt, kann man schon den tosenden Windbergwasserfall hören. Über die Brücke geht es dann an diesem Wasserfall vorbei und hinab in die Schlucht. Weitere Brücken und Treppen, die es zu passieren gilt, folgen. Über eine letzte Brücke führt der Weg dann aus der Schlucht hinaus in Richtung St. Blasien. Über den asphaltierten Weg gelangt man rechts auch schon gleich zum beachtlichen Dom von St. Blasien. Das Ende der Etappe ist erreicht und der Wandertag durch stille Wälder endet grandios inmitten der herrlichen Parkanlagen zwischen dem Ufer der Alb und dem Dom.

Ausrüstung

Entlang des Schluchtensteigs sind meist reichliche Möglichkeiten für eine Rast zu finden. Von Etappe zu Etappe gibt es aber unterschiedlich viele Rastplätze und Schutzhütten. Einzelne Rastbänke sind immer wieder anzutreffen - abgesehen von den Schluchtenabschnitten. Eine Sitzunterlage (Sitzkissen) ist zu empfehlen, da viele Steine und Bänke oft feucht sind.
Einkehrmöglichkeiten sind teilweise nur in den Etappenorten anzutreffen. Auf der ersten, zweiten und sechsten Etappe finden Sie wenige Kilometer nach dem Start und dann erst wieder am Ende eine Einkehrmöglichkeit. Daher sollten Sie immer etwas Obst und Energieriegel, sowie ausreichend zu trinken dabei haben. Jedoch gibt es durchaus einige kulinarische Versuchungen, wie zum Beispiel eine Schwarzwälder Kirschtorte oder ein herzhaftes regionales Vesper zwischen den einzelnen Etappen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Tipp des Autors

Badesachen nicht vergessen!

Übernachtung im Schwarzwald Camp am Schluchsee.

Sicherheitshinweise

Zur Begehung des Schluchtensteigs sollten Sie unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle und eventuell auch Stöcke für die teils sehr steilen und rutschigen Abschnitte in der Schlucht benützen. Bitte beachten Sie, dass besonders in Bannwäldern und Naturschutzgebieten auch Gefahren von Totholz und in den Schluchten von Steinschlag bestehen können.
Die Wutachflühen, die Wutach- und die Haslachschlucht sind in verschiedene Rettungssektoren eingeteilt. Sie ermöglichen der Bergwacht im Fall der Fälle gezielte Maßnahmen. Achten Sie deshalb bitte darauf, in welchem Sektor Sie sich befinden.

Anfahrt

Mit der Bahn
  • von Freiburg Hbf nach Schluchsee-Aha 
  • von Basel oder Singen über Waldshut und weiter mit Buslinie 7322 über St. Blasien nach Seebrugg 70 Min. (weiter mit Zug nach Schluchsee-Aha 10 Min.).

Mit dem Auto:

  • A5 Karlsruhe – Basel
    Ausfahrt Freiburg Mitte auf die B31 in Richtung Donaueschingen
  • A81 Singen – Stuttgart
    Ausfahrt Geisingen auf die B31 Richtung Freiburg
  • A81 Stuttgart – Singen
    Autobahndreieck Bad Dürrheim über die A864 und die B27/33 auf die B31 Richtung Freiburg

Parken

Kostenloses Parken ist beim Bahnhof in Aha und bei Lenzkirch hinter dem Kino gestattet. In St. Blasien parkt man an der Umgehungsstraße und am Friedhof umsonst.

Öffentliche Verkehrsmittel

Etappentransfer St. Blasien nach Schluchsee-Aha mit Buslinie 7319 nach Schluchsee-Seebrugg 20 Min. Mo-So stündlich, Bahn Seebrugg – Schluchsee-Aha 10 Min. Mo-So stündlich, Freizeitbus Buslinie 9051 Schluchsee über Äulemer Kreuz – Menzenschwand (- St. Blasien) 4x Mo-Fr, 3x Sa-So (Mai – Oktober).

 

Fahrplan

Höhenprofil:
Schwierigkeit mittel
Länge20 km
Aufstieg 384 m
Abstieg 671 m
Dauer 6:30 h
Niedrigster Punkt746 m
Höchster Punkt1147 m
Startpunkt der Tour:

Oberfischbach

Zielpunkt der Tour:

St. Blasien

Eigenschaften:

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

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