Bergwerke und Höhlen

Der Bergbau im Schwarzwald hat eine jahrhundertlange Tradition. Der bergmännische Abbau von Hämatit reicht zurück bis in die Römerzeit und erlebte im Mittelalter seine Hochphase. In Etzenbach gibt es jedoch ein Tagebergwerk aus der Jungsteinzeit. Dies sind vermutlich die ältesten Bergbauspuren in Europa, schon rund 9000 Jahre vor den Römern.

Im Mittelalter wurde vor allem nach Fluss- und Schwerspat, Eisenerz, Silber, Blei und Mineralien geschürft. Im 20. Jahrhundert blühte der Bergbau im Schwarzwald noch mal auf – nach und nach gerieten die Gruben jedoch in Vergessenheit, weil sie nicht mehr rentabel oder bereits komplett abgetragen waren. Einzige nennenswerte Ausnahme ist die seit gut 150 Jahren betriebene Grube Clara bei Oberwolfach im mittleren Schwarzwald. Sie ist heute wichtigste deutsche Fluss- und Schwerspatgrube. 

Heute sind einzelne Gruben wieder für Besucher zugänglich. Zahlreiche Besucherbergwerke rufen die Bergbautradition in Erinnerung und sind zugleich ein geologisches Schaufenster. Der Besuch eines Bergwerks ist rund ums Jahr ein besonderes und wettergeschütztes Erlebnis. Ausgestattet mit Helm, Kopflampe und Gummistiefeln können sie mit einem sachkundigen Führer in den Berg „einfahren“.

Bei den Stollen-Führungen untertage wird über die Geschichte des mittelalterlichen Bergbaus und über die Entstehung und Verwendung der geförderten Erze, Kupfer und Silber informiert. In Münstertal ist in einem Seitenstollen sogar eine spezielle "Asthma-Therapie-Station" eingerichtet.

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