Als Folge der deutschen Wiedervereinigung wurde 1991 die französische Garnison in Müllheim nach 45-jährigem Bestehen aufgelöst. Anlage und Brunnen in Sichtweite der Kaserne wurden als Zeichen der freundschaftlichen Zusammenarbeit von Stadt und Garnison gestiftet. Bei der Einweihung im Juni 1991 betonten die französischen Colonels Debar und Sommerlat die „stets ehrlichen, spontanen und warmherzigen“ Beziehungen. Der aus dem französischen Canjuers in der Provence stammende Findling aus Jurakalkstein war einst von einem französischen Colonel nach Müllheim verbracht worden, während das Brunnenbecken aus deutschem Stein gefertigt ist. So wie sich beide Brunnenelemente aneinanderfügen, wünschte sich der scheidende Colonel Debar die zukünftige Beziehung von Frankreich und Deutschland: fest verbunden im Europa der Zukunft. In der Nachfolge der französischen Garnison wurde Müllheim 1992 Standort der Deutsch-Französischen Brigade, wodurch die Kooperation beider Länder ihre Fortsetzung fand. Die beiden Wappendarstellungen auf dem Findling erinnern an das französische 12. Kürassierregiment und das französische 34. Artillerieregiment, die bis 1991 in Müllheim stationiert waren.
Brunnenpatin: Kerstin Pommerenke