Die Brauerei Rothaus blickt auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück.
Gegründet wurde sie 1791 durch das Benediktinerkloster St. Blasien bei der Gaststätte „Zum Rothen Haus“, die bereits seit 1681 aktenkundig ist. Der Standort war ideal: reichlich Wasser, viel Holz aus den umliegenden Wäldern und eine günstige Lage an der wichtigen Handelsstraße von Freiburg nach Waldshut. Als höchster Punkt der Route war Rothaus ein beliebter Rastplatz.
Im Zuge der Säkularisierung fiel die Brauerei 1806 an das Großherzogtum Baden und wurde zur „Großherzoglichen Badischen Staatsbrauerei Rothaus“. Schon früh wurde erweitert, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Im 19. Jahrhundert folgten umfangreiche Modernisierungen, trotz Rückschlägen wie Bränden in 1847 und später erneut in 1904.
Ein wichtiger Meilenstein war das Jahr 1956, als Brauereidirektor Edwin Nägele das Tannenzäpfle in der 0,33-l-Flasche einführte – damals eine ungewöhnliche Größe, die schnell Kultstatus erlangte.
1996 folgte das Weizenzäpfle, später auch in alkoholfreier Variante.
Mit dem Neubau des Sudhauses im Jahr 2006 setzte Rothaus auf modernste Technik bei traditioneller Brauweise.
Seit 2009 ergänzen alkoholfreie Biere die Produktpalette.
Ein besonderes Highlight war das Jubiläumsjahr 2016, als Rothaus 225 Jahre Brauerei und 60 Jahre Tannenzäpfle feierte. Höhepunkt war ein kostenloses Konzert der Band PUR auf dem Brauereigelände, bei dem über 10.000 Besucher gemeinsam feierten.