Westweg-Etappe 08: Wilhelmshöhe (Schonach) - Kalte Herberge

Kondition 
Erlebnis 
Landschaft 

Der sanft gewellte, breite Kammverlauf zwischen Rohrhardsberg und Brend und weiter zum Titisee bildet einen der mächtigsten Höhenzüge im Mittleren Schwarzwald. Er ist zugleich die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. So sanft die Höhen von Osten ansteigen, so abrupt und wild zerrissen stürzen die Westflanken ins tief liegende Simonswäldertal ab, was besonders am Brend für großartige Aussichten sorgt.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

An der der Wilhelmshöhe durchschreitet der Wanderer das mächtige Portal aus Findlingen. Vorbei am Wolfbauernhof mit dem Longinuskreuz führt der Westweg zum Blindensee. Auf dem Bohlenpfad durch das Hochmoor ist es am frühen Morgen besonders schön, wenn im ersten Sonnenlicht noch die Tautropfen der Nacht im Wollgras und in den Zweigen der Krüppelkiefern hängen.

Hinter der Weißenbacher Höhe wechselt der Weg durch die kleine Senke des Elztals hinüber zum Hauptkamm zwischen Donau und Rhein. Vorbei an der kleinen Elzquelle wird an der Martinskapelle eine Quelle von geradezu historischer Bedeutung erreicht. Hier entspringt unter einem Felsen die Breg, die sich bei Donaueschingen mit der Brigach zur Donau vereinigt. Der kurze Abstecher zur Bregquelle gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Westweg-Wanderers! Wieder am Weg ist der Günterfelsen direkt am Weg das nächste Ziel. Die mächtigen Granitfelsen liegen versteckt inmitten des Waldes. Aussicht gibt es hier nicht. Die bietet sich vom nahen Aussichtsturm am Brend (1.149m). Besonders der Blick nach Westen zum wuchtigen Kandel und nach Süden zum Feldberg schürt die Vorfreude auf die kommenden Etappen. An besonders klaren Tagen präsentiert sich sogar der nahezu gesamte Westalpenkamm von der Zugspitze bis zum Mont Blanc.

Hinweis: Kurz nach dem Aussichtsturm Brend zweigt der Weg zu "Artwood" ab. Dort kann man ein spezielles Westweg-Shirt erstehen. s. "Tipp des Autors".

Abwechselungsreich zwischen Wald und Wiesen folgt der Westweg weiter der Europäischen Wasserscheide bis zum Neueck. Hier trifft man auf das südliche Teilstück der B 500, die – wie auch der Westweg – den Schwarzwald von Nord nach Süd durchquert. In ihrer Nähe, mal links, mal rechts davon, geht es am Hohlen Bildstöckle vorbei bis zur Kalten Herberge.

 

Tipp des Autors

Exklusiv für Westwegwanderer hat Jochen Scherzinger von Artwood ein Westweg-Shirt entworfen. Westweg-Wanderer können sich dieses für € 39,- im Headquarter des Modelabels im Hübschental bei Gütenbach abholen. Das Shirt ist nicht im Handel zu erwerben, es wird ausschließlich an Westweg-Wanderer verkauft, welche es direkt bei Artwood, im Hübschental abholen.

Und so kommt man hin: zu Fuß vom Westweg aus:

Ca. 2 km nach dem Aussichtsturm Brend verlässt man am Wegweiserstandort „Alte Eck“ den Westweg und folgt der gelben Raute Richtung Gütenbach. Auf einem schmalen Pfad erst durch den Wald und dann am Waldrand entlang, erreicht man nach ca. 1 km einen breiten Forstweg, welchem man nach links folgt. Nach ca. 800 weiteren Metern erreicht man das Artwood Headquarter.Von dort aus folgt man dann dem Forstweg ca. 300 m. An einem Brunnen zweigt ein Pfad „Edmunds Wegli“ im steilen Winkel bergauf nach links ab. Diesem folgt man ca. 600 m, bis man beim Wegweiserstandort „Winkel“ wieder auf die gelbe Raute trifft. Von hier aus sind es noch ca. 300 meter zum Westweg. Der Abstecher lohnt sich schon allein wegen des schönen Wegverlaufs mit hohem Pfadanteil.

Höhenprofil:
Schwierigkeit mittel
Länge22,4 km
Aufstieg 479 m
Abstieg 426 m
Dauer 6:30 h
Niedrigster Punkt965 m
Höchster Punkt1148 m