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Themenpfade in der Schwarzwaldregion Belchen - für Leute die mehr erfahren wollen!

Historische und interessante Begebenheiten beschreiben die 9 Themenpfade in der Schwarzwaldregion Belchen. Lernen Sie die Umgebung einmal unter einem anderen Gesichtspunkt kennen.

Die Schwarzwaldregion Belchen lädt Sie herzlich ein, einen unverwechselbaren Teil des Schwarzwaldes genauer kennenzulernen.Lassen Sie sich zu den Spuren einer ereignisreichen Vergangenheit und Gegenwart führen - Spuren, die noch heute am Ort des ursprünglichen Geschehens zu entdecken sind. Jeder der 9 Entdeckungspfade hat sein eigenes Thema. Wählen Sie nach Ihrem persönlichen Interesse aus und erwandern Sie sich die Schwarzwaldregion Belchen unter den verschiedensten Blickwinkeln.

Der „Pfad ins Erdaltertum“

In der Gegend von Belchen und Schönau herrscht eine besonders große Vielfalt an Gesteinen. Vulkangesteine erzählen von glutflüssigen Lavaströmen, Ton und Schiefer vom Grund eines uralten Meeresbodens und andere Ablagerungen von untermeerischen Schlammlawinen... Das Durcheinander unterschiedlicher Gesteine auf engstem Raum ist das Ergebnis einer gewaltigen Kollision zwischen zwei Kontinenten. Dadurch ist die Erdkruste aufgefaltet worden und große Gesteinsmengen wurden von ihrer Unterlage abgeschert. Ein Hochgebirge stieg auf, ist aber 'bald wieder' dem Erdboden gleichgemacht worden. Erst lange Zeit nach diesen Ereignissen ist der Schwarzwald entstanden. Der Pfad ins Erdaltertum beginnt in Tunau und führt hoch zum Zweistädteblick. In der Broschüre werden Rundwanderungen ausgehend von Tunau, Schönau oder Utzenfeld vorgeschlagen.

Der „Bergbaupfad“

Manches Bergdorf verdankt seine Existenz dem einst im Südschwarzwald verbreiteten Silber- und Bleibergbau. Im Wiedener Tal ist der Bergbau im 20. Jahrhundert wieder aufgelebt. Fluorit, der früher auf die Halde geschüttet wurde, ist zum begehrten Rohstoff geworden. Noch in den 1930er und 40er Jahren waren die Arbeitsbedingungen unter Tage sehr hart. Der Gesteinsstaub kostete viele Bergleute das Leben. Der Bergbaupfad verbindet die Spuren des Bergbaus im Wiedener Tal mit dem Besucherbergwerk Finstergrund. Er führt von Wieden über den Spitzdobel und Graben zum Besucherbergwerk und weiter zum Anton-Stollen. Von dort geht es talauswärts bis zur ehemaligen Erzaufbereitung in Utzenfeld oder zurück nach Wieden. Von Utzenfeld oder Aitern aus kann man mit dem Bus nach Wieden fahren und entlang des Bergbaupfades zurück wandern.

Der „Weidbuchenpfad“

Einst bereicherten Weidbuchen viele Landschaften in Mitteleuropa. Doch inzwischen sind sie fast überall verschwunden. Im Belchenland gibt es jedoch noch relativ viele dieser eindrucksvollen Bäume. Und zwar nicht nur Altbäume, sondern – was noch seltener ist – auch Nachwuchs. Auf den noch immer existierenden Allmendweiden werden die jungen Buchen auch heute noch vom Vieh verbissen. Dies hat zur Folge, dass die Buchen in den ersten Jahrzehnten ihres Lebens eher Büschen als Bäumen gleichen. Später wachsen mehrere Stämmchen gleichzeitig heran - manchmal mehr als 20. Wenn sie dicker werden, verwachsen sie zu einem riesigen Stamm. Im Alter von ca. 200 Jahren sterben die mittleren Stämme oft ab, so dass hohle Bäume entstehen... Die ungewöhnliche Lebensgeschichte der Weidbuchen kann auf dem Entdeckungspfad von der Unteren zur Oberen Stuhlsebene oberhalb Schönenberg und Böllen bestaunt werden. Rundwanderungen sind von Multen bzw. vom Jägerstüble, von Schönenberg und von Böllen aus möglich. Des weiteren kann der Weidbuchenpfad auch im Rahmen einer Wanderung von Schönau oder Aitern zum Belchen (Rückfahrt mit dem Bus) kombiniert werden.

Der „Belchenpfad“

Im Gipfelbereich des Belchen, das heißt im Kerngebiet des Naturschutzgebietes, befindet sich der Belchenpfad. Der leichte, 1 km lange Rundweg führt vom Belchenhaus zum Gipfel und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für die vielen Tagesausflügler, die den Belchen wegen seines berühmten Rundblicks besuchen, werden im Sommer zusätzlich zu den Broschüren Erläuterungstafeln installiert. Für diesen populären Rundweg ist auch eine englische und eine französische Übersetzung der Belchen-Broschüre erhältlich. Der Belchenpfad handelt von der Vielfalt der Beziehungen des Belchen zu den Alpen: • von gemeinsamen Tier- und Pflanzenarten, die seit der Eiszeit überdauert haben, • von Raben, die den Belchen von den Alpen kommend wieder erobert haben, nachdem sie vom Menschen ausgerottet worden waren, • vom unbeschreiblichen Blick auf die Alpenkette, wenn das Wetter klar genug ist, • von der durch Weidevieh abgesenkten Waldgrenze, • von den Schwierigkeiten des Naturschutzes in der empfindlichen subalpinen Umwelt

Der „Urwaldpfad“

Der Urwaldpfad führt durch den Bannwald Flüh. Seit etwa 1960 wird das Gebiet nicht mehr genutzt, so dass beobachtet werden kann, wie eine Wildnis wiederersteht. Der Pfad handelt von der Rodung des Urwaldes im Mittelalter, der Geschichte der Wald- und Landnutzung und der Entwicklung eines ungestörten Waldes, der dem ursprünglichen Urwald immer ähnlicher wird.

Der „Hirtenpfad“

Dieser Pfad erzählt die Geschichte von Otto, dem letzten Dorfhirten im Wiesental. Bis 1980 hütete er das Vieh des kleinen Weilers Hof, obwohl schon seit langem der Elektrozaun eingeführt worden war. Entlang des Pfades können die Besucher Relikte der traditionellen Landwirtschaft entdecken. Sogar die sehr kleine Lokalrasse der Hinterwälderrinder hat in dieser Gebirgslandschaft mit ihren steilen Hängen überdauert.

Der „Gletscherpfad“

Niemand erwartet im heutigen Schwarzwald Gletscher. Deshalb staunen die meisten Gäste, wenn sie erfahren, dass im Wiesental viele Gletscherspuren zu finden sind. Während der letzten Eiszeit war der Wiesegletscher etwa 20 km lang. Er staute mehrere Seitenbäche zu Seen auf und hinterließ zerkratzte, polierte Felsen und charakteristische Ablagerungen. Stellenweise sind diese Ablagerungen instabil – was vor 200 Jahren das große Unglück von Aitern zur Folge hatte. Der Gletscherpfad beginnt am Gletscherschliff beim Schlageter-Denkmal und führt über Aitern nach Utzenfeld.

Der „Stadtgeschichtliche Spaziergang“

Auch wenn sich Schönau in den letzten 150 Jahren stark verändert hat, sind noch immer die typischen Ackerbürgerhäuser im Bereich des kleinen mittelalterlichen Ortszentrums zu entdecken. In den jüngeren Stadtteilen gibt es noch einige Schwarzwaldhöfe. Anhand der Broschüre kann die heutige Situation mit historischen Fotographien und Gemälden verglichen werden. Auf diese Weise kann ein lebendiges Bild der Zeit der Industrialisierung entstehen. Dieser Spaziergang weist auch auf die jüngste Vergangenheit hin, als Schönau als Stadt der 'Stromrebellen' berühmt wurde. Der stadtgeschichtliche Spaziergang beginnt in der Ledergasse und verläuft über Talstraße, Kirchbühlstraße, altes E-Werk zur Wiesebrücke.

Der „Wiedener Kirchweg“

Für die Wiedener war der Kirchgang kein Sonntagsspaziergang, bis sie im 19. Jahrhundert ihre eigene Kirche bekamen. Zuvor mussten sie zum Gottesdienst 9 km weit über Aitern und Schönenbuchen nach Schönau marschieren. Entlang des Wiedener Kirchwegs können die Besucher einen Eindruck davon erhalten, was es hieß, in einem abgelegenen Seitental zu leben, bevor Autos und ausgebaute Straßen das Leben radikal veränderten. Die Bevölkerung war arm und zeitweise vom Hunger bedroht - aber sie war sehr stolz auf ihre besonderen Freiheitsrechte. Mehr als 400 Jahre lang gehörte man Österreich an, und die Hauptstadt war weit weg.

Die Broschüren zu den jeweiligen Pfaden sind für 1,50 Euro plus Porto auf unserer Homepage www.schwarzwaldregion-belchen.de erhältlich oder direkt in den Tourist Informationen Schönau und Wieden.

frei zugänglich / immer geöffnet

Anschrift

Schwarzwaldregion Belchen
Neustadtstr.1
79677 Schönau
Telefon 07673-918130
Fax 07673/9181329
info@schwarzwaldregion-belchen.de

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