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Mit dem Pferd nach Baden-Baden

Baden-Baden ist mit seiner Galopprennbahn in Iffezheim Inbegriff für Glamour, rassige Vollblutpferde und Society-Schönheiten, für Spaß und Spannung bis zur Zielgeraden. Dass sich in einer solchen Umgebung auch Urlaubsreiter wohl fühlen, liegt auf der Hand. Dass aber auch Wanderreiter auf ihre Kosten kommen, ist vielleicht nicht so selbstverständlich.

Doch Möglichkeiten, sein Urlaubsglück auf dem Rücken der Pferde zu finden, gibt es hier genug. Nicht nur in der Halle, in der Lounge oder auf der Rennbahn finden Pferdefreunde ihr Dorado. Rund 150 Kilometer Reitwanderwege sind in und um Baden-Baden ausgewiesen, der „Baden-Badener Rundreitweg“ führt in 60 bis 80 Kilometer meist auf halber Berghöhe rund um die Stadt.

Gemächlich über weichen Waldboden Schritt reiten, über gut beschilderte Reitwege traben und herrliche Ausblicke auf die Stadt, ihre Weinberge und Wälder genießen, das geht auch bei dem knapp dreistündigen Ausritt auf den Merkur, den Hausberg von Baden-Baden.

Startet man am Allee-Reitstall Gunzenbach dann geht es in der vornehmen Umgebung Baden-Badens durch die Grünanlagen an der Lichtentaler Allee. Dass das Reiten schon lange zum Zeitvertreib der Baden-Badener und ihrer Gäste gehörte, verrät die historische Reitbahn in der lang gestreckten Klosterwiese.

Fürs Warmwerden mit dem Miet-Pferd und zum Einreiten eignet sich der offene Talgrund der Oos bestens. Ein erster Blick auf die Höhen ringsherum lässt ahnen, was noch kommt. Aber erst einmal liegt die rund ein Kilometer lange Klosterwiese vor dem Reiter – am Ende des Ausritts wird es die einzige Strecke in ebenem Gelände gewesen sein.

Das Zisterzienserinnen-Kloster Lichtenthal hoch zu Ross anzusteuern, ist kein Problem. Früher kam der größte Teil der Besucher zu Pferd, Ställe und Remisen für die Kutschen gehörten zur Grundausstattung. Heute bindet man die Pferde freilich draußen vor dem Kloster an.

Am Hofgut Schafberg angekommen, hat man den ersten Aussichtspunkt erreicht: Man blickt über das Beuerner und das Geroldsauer Tal. Die Landschaft überragt die Badener Höhe, die höchste Erhebung der Stadt. Pferd und Reiter müssen nun den Berggang einschalten – es geht jetzt hinauf zur 517 Meter hoch gelegenen Binsenwasenhütte.

Kurzes Verschnaufen für Ross und Reiter und ein erneuter Ausblick in neue Fernen, auf noch mehr Schwarzwaldhöhen. Seit Orkan „Lothar“ an Weihnachten 1999 seine Schneisen in den Hochwald schlug, sind die Ausblicke sehr viel weiter. Durch dichten Tannenwald stapfen die Pferde nun langsam aufwärts bis schließlich das kleine Gipfelplateau des Merkurs erreicht ist. Hier gibt es sogar einen Trinkbrunnen mit pferdegerechtem Trogt! Für die Stärkung der Reiter empfiehlt sich eher der etwas tiefer gelegene Gasthof an der Bergstation der Merkurbahn an.

Wer für den Aufstieg den Nachmittag gewählt hat, kann nun beim Abstieg in die Abendsonne reiten, die jenseits des Rheintales langsam hinter den Vogesen versinkt. In langen Serpentinen führt der Weg am Westrand des Schwarzwaldes talwärts. Steil geht es schließlich hinunter bis zum Talgrund des Eckbächle. Man quert das Flüsschen Oos und ist wenig später wieder am Allee-Reitstall angekommen.

Weitere Tipps für Reitwanderungen und Reiturlaub:
Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH
Schloss Solms, Solmsstraße 1
76530 Baden-Baden
Telefon 07221/ 27 52 00
Fax: 27 52 02

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