Unser Erlebnisziel: die Hochburg bei Emmendingen
Die Hochburg bei Emmendingen (© Axel Brinkmann)
Hier spielt die Musik, hier werden die Aufnahmen von unserem Wochenende gedreht: die Hochburg bei Emmendingen.
Um die stattliche Burgruine am Westrand des Schwarzwaldes gestalten wir unser 2. "Fallers-Schwarzwald-Erlebnis" am 18./19. September 2010. Sie liegt umgeben von Weinbergen auf einem langgezogenen Bergrücken südöstlich von Emmendingen am Rand der Freiburger Bucht.
Die "Anlage bei Hachberg" wird erstmal im Jahr 1127 urkundlich erwähnt. Es war vermutlich ein Dietrich von Hachberg aus dem Hause der Grafen von Nimburg, der die Burganlage Ende des 11. Jahrhunderts errichten lies. Im 12. Jahrhundert ging die Festung an die Markgrafen von Baden über.
Ab 1239 nannte sich eine Seitenlinie der Markgrafen von Baden nach der Burg. Das neue Haus Baden-Hachberg machte die Hochburg zu ihrem Stammsitz und erweiterte die Festungsanlage deutlich. Die Burg nahm jetzt den ganzen oberen Bergrücken ein.
Ab dem 15. Jahrhundert nur noch Verwaltungssitz
Doch war das Haus Baden-Hachberg nicht vom Glück verfolgt. 1415 konnte Otto II. von Baden-Hachberg seine Besitzungen nicht mehr halten und verkaufte sie an Markgraf Bernhard I. von Baden aus der Stammlinie der Badener. Ab da diente sie als Verwaltungssitz des Amtes Hochberg. Hier waren die grundherrschaftliche und die territoriale Verwaltung sowie die militärische Sicherung der Grafschaft angesiedelt.
Da es in Baden bis zum Ende des 16. Jahrhunderts fast keine Städte gab, in der solche Verwaltungen hätten angesiedelt werden können, war die Hochburg ein wichtiges Verwaltungszentrum für die Markgrafschaft. Das benachbarte Freiburg hatte sich schon 1368 den Habsburgern unterstellt und war zum geistigen und kulturellen Zentrum von Vorderösterreich avanciert.
Der Markgraf selbst residierte in Pforzheim und Baden-Baden. Um mehr Einnahmen für Hachberg zu erzielen, verlieh er Emmendingen das Marktrecht. Das gab aber Stress mit Freiburg und dem Oberrheinischen Städtebund. Emmendingen wird 1424 fast völlig zerstört, an die Burg wagt sich keiner.
Das 17. Jahrhundert gab der Burg den Rest
Aus Hachberg wurde im Laufe der Geschichte die "Hochburg". Bis 1611 wurde sie zur Landesfestung mit sieben Bastionen ausgebaut. Doch das schützte sie nicht vor der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648). Kaiserliche Truppen der Katholischen Liga belagern die Festung von 1634 bis 1636 und schleifen sie nach der Eroberung.
Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 wird der Markgraf wird der badische Markgraf Friedrich V. wieder eingesetzt. 1660 beginnt der Wiederaufbau der Anlage. Doch schon 28 Jahre später erobern französische Truppen die Burg und sprengen die Wehranlagen. Ein erneuter Wiederaufbau wird wegen der hohen Kosten verworfen. Übrig blieben die Ruine - und viele Sagen.
Die imposante Festungsruine ist heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg und wird von den "Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg" verwaltet. Der "Verein für Pflege und Erhaltung der Burgruine Hochburg" kümmert sich um ihren Erhalt. Seine ehrenamtlichen Helfer leisten Jahr für Jahr rund 3000 Arbeitstunden in der Ruine.
Ihnen ist es zu danken, dass das "2. Fallers-Schwarzwald-Erlebnis" in so großartiger Kulisse stattfinden kann.













