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Das weltberühmte Schwarzwälder Kirschwasser

Das milde Oberrheinklima hat in den Tälern und am Waldrand schon immer zahlreiche Obstsorten und Beeren gedeihen lassen. Das weltberühmte Kirschwasser in nur eine von vielen Sorten, die schon seit Generationen gebrannt werden. Himbeeren, Mirabellen, Äpfel und Birnen, Zwetschgen, und vieles mehr wird zu Obstbrand veredelt

Aus Wildfrüchten werden seltene und ungewöhnliche Variationen hergestellt wie z.B. der Waldhimbeerengeist oder das "Zibärtle" (Wildpflaumen). Oder die kleinen, schwarzen Schnapskirschen aus denen man das beste Kirschwasser macht. Lange sollten sie am Baum hängen bis sie zuckersüß sind. Der Boden bestimmt die Qualität ebenso wie die Höhenlage.

Herkunftsgebiete sind das Markgräflerland, der Kaiserstuhl und der Oberrhein. Gleich nach der Ernte kommen die Kirschen ins Maischefass, wo sie längstens vier Wochen gären. Kirschwasser zählt zu den Bränden, weil es aus vergorener Obstmaische ohne zusätzlichen Zusatz von Zucker destilliert wird. Zum Brennen von 1 l Kirschwasser benötigt man 10 l im Schwarzwald gewachsener Kirschen.

Geniesser trinken Schwarzwälder Kirsch frühestens nach einer Reifezeit von zwei Jahren. Als Digestif nach reichhaltigen Speisen ist er genauso beliebt wie als Aperitif. Übrigens: Schwarzwälder Kirsch ist ein Gütesiegel und wie der Schwarzwälder Schinken gesetzlich geschützt.

Besichtigung von Kleinbrennereien:

Viele Orte und Kleinbrenner sowie Obstbrenner bieten Brennereiführungen an, auch für Reise- und Busgruppen.

Noch ein Trinkspruch, den schon Martin Luther wußte:

Iss, was gar ist,
trink, was klar ist,
red, was wahr ist

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