Infos zur Studie
Studie: „Wandern & Mountainbiken im Schwarzwald – die aktuelle Situation und zukünftige Strategien."
1. Problemstellung
Der Wald als Erholungs- und Erlebnisraum im touristischen Sinne gewinnt durch neue Freizeitaktivitäten eine immer größere Bedeutung. Er trägt somit erheblich zur touristischen Attraktivität einer Region bei.
Mit denselben Funktionen steigert er den Freizeitwert für die Wohnbevölkerung und ermöglicht z.B. gesundheitsfördernde Aktivitäten.
Die ökologischen Nutzen des Waldes rücken ebenfalls mehr in den Blickpunkt.
Somit wächst nicht nur die Zahl der Waldnutzer, sondern auch die Anzahl der Unternehmen und Organisationen, die ihre Interessen in den Möglichkeiten der Waldnutzung wieder finden wollen.
Touristische Waldbesucher haben, je nach ihrem individuellen Freizeitmotiv, verschiedene Erwartungen an ihren Waldbesuch.
Diese Erwartungen beziehen sich sowohl auf die Infrastruktur, als auch auf den Erlebnis- bzw. Erholungswert.
Die Walderholungserwartung kann z.B. bei den Besuchergruppen Wanderer und Mountainbiker recht verschieden sein.
Die Ansprüche der Organisationen (Schwarzwaldverein, Waldbesitzer, Tourismus) sind je nach Aufgabegebiet somit teilweise nur schwer miteinander zu vereinbaren.
Das Landeswaldgesetz BW regelt in Grundzügen die Nutzung der Wege und Ressourcen. Teilweise wird es von einzelnen Nutzergruppen missachtet.
Die Nutzer sind: Wanderer, Spaziergänger, Jogger/NW, MTB, Jäger, in höheren Lagen Wintersportler (Langlauf)
2. Untersuchungsziele
Bisher gibt es nur weinig Daten über die tatsächliche Nutzung von Waldwegen. Im Schwerpunkt soll die Nutzung der Wege durch Wanderer und Mountainbiker dargestellt werden. Die Betrachtung soll bewusst an Wegen < und > 2m Breite erfolgen.
Die Einschätzungen der involvierten Institutionen und Interessensverbände zur touristischen Waldnutzung sind unterschiedlich. Ziel ist einen gemeinsamen Informationsstand herzustellen, der die Zusammenarbeit versachlicht.
1.2.1. Erhebung der Wegenutzungsarten
Exemplarisch wird an 10 Wegen die tatsächliche Nutzung empirisch untersucht.
1.2.2. Befragung der Waldbesucher
Durch Befragung im Wald (und ggf. über Bikemedien und SV-Ortsgruppen)
werden die Erwartungen an den Waldaufenthalt und eventuelle Konflikte zwischen den Nutzern ermittelt.
3. Forschungsraum
Schwarzwald / Orte des Arbeitskreises Rad.
Exemplarisch wird an 10 Wegen die tatsächliche Nutzung untersucht.
Die Wege werden systematisch in Kategorien eingeteilt.
Wegekategorien:
A. Wege die <2m und für Radfahrer nicht geöffnet sind
B. Wege die <2m und für Radfahrer bereits geöffnet sind
C. Wege die Gefällstrecken haben
D. Wege die eine hohe Frequenz aufweisen (Siedlungs- /Parkplatznähe)
Die Auswahl wurde gemeinsam mit den betroffenen Organisationen getroffen.
3.1 Methoden
3.1.1. Quantitative Erhebung
- Quantitative Erhebung der Wegenutzungsarten (Wandern/NW und MTB)
- Zeitraum der Erhebung
Die Untersuchung wird an Werktagen und Wochenenden während der Sommersaison stattfinden
3.1.2. Qualitative Erhebung Waldbesucher
Befragung der Wegenutzer mittels Fragebogen basierend auf Erkenntnissen der Konflikttheorie. Die beteiligten Organisationen werden am Fragebogendesign beteiligt.
- Erwartungen an den Waldaufenthalt
- Konflikte mit anderen Waldnutzern















