Premiumweg Murgleiter

Auf der Murgleiter in den Wanderhimmel

Die Murgleiter zählt zur Spitzenklasse deutscher Wanderwege. So wie der Rothaarsteig und Rheinsteig im Norden, aber auch der Panoramaweg in Baden-Baden, die Gernsbacher Runde oder der Feldbergsteig im Süden erfüllt er die Kriterien des „Deutschen Wandersiegels“.

Willkommen beim Wandern erster Klasse!

Dazu wurde er von den Spezialisten des Deutschen Wanderinstituts Kilometer für Kilometer nach 34 Erlebniskriterien unter die Lupe genommen. Positiv bewertet werden die Natur- und Kulturhighlights, das Wegeformat und das Leitsystem, während Durststrecken negativ zu Buche schlagen. Die Murgleiter hat diese Prüfung mit Bravour bestanden und darf sich daher als „Premiumweg“ bezeichnen.

Schwarzwaldsilhouetten

Was wären Berge ohne Täler? Die Murgleiter erschließt beides: Das tief eingegrabene Tal der Murg mit bedrohlichen Felsengen und lieblichen Auen, in denen gastliche Ortschaften zur Rast einladen, aber auch die begleitenden Berghöhen mit ihren steilen Waldhängen und dramatischen Aussichten. Auf abwechslungsreichen Pfaden geht es hinauf zu felsigen Köpfen, klaren Bergseen und stillen Mooren, dazwischen erwarten kühle Brunnen, gurgelnde Bergbäche und idyllische Rastplätze den Gast, bevor es in zauberhaften Wiesentälern wieder bergab geht.

Bergtour

Wer den Schwarzwald ganz erleben will, der muss oben und unten gewesen sein. Deutschlands höchstes Mittelgebirge ist eine Herausforderung, und die Murgleiter ist es ganz besonders. Die Bergetappen von Gernsbach bis Baiersbronn addieren sich zusammen auf zweieinhalb Kilometer Aufstieg, in umgekehrter Richtung sind es 400 Meter weniger. Dennoch kommen nicht nur Bergwanderer, sondern auch Genießer auf ihre Kosten. Denn das Tempo bestimmt jeder selber.

Von der Murgleiter zum Wanderhimmel

Wer so quirligen Flüssen wie der Murg entgegenläuft, muss steigen. Am Ende wartet als Belohnung der Baiersbronner Wanderhimmel. Wer den Weg ins Paradies nicht auf einmal machen will, dem steht die S-Bahn hilfreich zur Seite. Wo der Wanderweg sie nicht kreuzt, gibt es eigens markierte Zugangswege zu Unterwegsbahnhöfen. Wanderweg und S-Bahn bilden zusammen mit den quer verlaufenden Zugangswegen eine Art Leiter, auf der man die Strecke in beliebigen Etappen bewältigen kann. Um den Rückweg braucht man sich keine Sorgen zu machen, das erledigt die Bahn im Stundentakt.

Jenseits von Eden

Wer den felsigen Steig in der Wand des Huzenbacher Sees erklommen und den 940 Meter hohen Hirschstein überschritten hat, für den bietet das langgestreckte Tonbachtal eine ganz besondere Belohnung. Die Waldschlucht öffnet sich in ein immer breiteres Wiesental, an dessen Ende die vielfältigste Gastronomie von rustikal bis edel wartet. Überdies hat man unversehens ein Stück des Seensteigs zu einmaligen Karseen zurückgelegt. Statt dem Steig zu folgen, kann man aber auch über die Quellen der Murg zu den Tausendern des Westwegkammes aufsteigen und die Sicht über das Rheintal bis zu den Vogesen und den Alpen genießen.