Markgräfler Land

Der Weinbaubereich Markgräfler Land erstreckt sich über 60 km entlang des südlichen Schwarzwaldes. Er reicht vom Schönberg bei Freiburg bis Herten an der Grenze zur Schweiz. Mit insgesamt 3229 ha Rebfläche ist das Markgräfler Land der zweitgrößte der neun badischen Weinbaubereiche.

Die für das Markgräfler Land typische Rebsorte Gutedel hat mit 1095 ha (34 %) den größten Anteil an der bestockten Fläche.

Der Markgraf von Baden, Karl Friedrich, ließ im Jahr 1780 Setzlinge der Gutedelrebe aus dem schweizerischen Vevey am Genfer See ins Markgräfler Land bringen und förderte gezielt die Anpflanzung von Gutedelreben. Der Gutedel war allerdings bereits vorher im Markgräfler Land bekannt; in Ebringen wurde er schon seit 1740 angebaut. Vom unkomplizierten, saftig-frischen Gutedel als „Vierteles-Wein“ bis zum Gutedel Eiswein werden alle Qualitätsstufen angeboten.

Eine Besonderheit ist der „Chasslie“, ein Gutedel, der ca. 5 Monate auf der Feinhefe reift (Chasselas sur lie). Der rote Gutedel, eine weitere Spielart, rundet die Vielfalt des Gutedels ab.

Spätburgunder folgt mit 937 ha (29 %) an zweiter Stelle. Als weitere Rotweinsorte hat Regent mit 114 ha die größte Ausdehnung in diesem Bereich. Das Sortenspektrum der Weißweine wird abgerundet durch Müller-Thurgau (328 ha), Weißer Burgunder (233 ha) und Ruländer (144 ha).

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