Nagoldtalradweg

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Der Nagoldtalradweg beginnt in der Gemeinde Seewald im Landkreis Freudenstadt. In der Nähe von Besenfeld im Schwarzwald findet sich die Quelle der Nagold. Nachdem sie in Besenfeld-Erzgrube angestaut wird, geht ihr Lauf weiter durch Altensteig vorbei an Forellenteichen und an einer historischen Flößerstube zur großen Kreisstadt Nagold. Von der Schäferstadt Wildberg führt der Weg ins malerische Seitzental, das auf dem Gebiet der Stadt Neubulach liegt, und weiter zur Station Teinach, danach in die Hermann-Hesse-Stadt Calw. Die nächste Rast kann man in den historischen Klosteranlagen von Hirsau einlegen, bevor eine traumhafte Strecke von Bad Liebenzell über Unterreichenbach zur Zielstadt Pforzheim führt.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Urnagold

Zielpunkt der Tour:

Pforzheim

Wegbeschreibung

Streckenabschnitt 1: Von Seewald nach Wildberg

In Seewald beginnt der Nagoldtal-Radweg an der Quelle der Nagold im Ortsteil Urnagold. Sehenswert ist die 1280 erstmals urkundlich erwähnte sagenumwobene Wehrkirche in Urnagold. Das 1831 in Besenfeld erbaute Wirtshaus mit Postkutschenstation wurde 1998 restauriert und zum denkmalgeschütztem Rathaus "Alte Sonne" umgebaut.
Durch Besenfeld und Schorrental führt der Weg zur Nagoldtalsperre in Erzgrube. Die Nagoldtalsperre lädt mit ihren zahlreichen Freizeitmöglichkeiten zum Verweilen ein.

Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch ist Altensteig. Mit seinem pittoresken Altstadtbild in Hanglage und der einzigen unzerstörten mittelalterlichen Burg des Schwarzwaldes lädt das reizende kleine Städtchen zur Besichtigung ein. Altensteig ist Mitgliedstadt der Themenrouten "Deutsche Fachwerkstraße" und der "Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt". Flößerführungen an der Monhardter Wasserstube lassen ein altes Waldgewerbe lebendig werden.

Aus Altensteig kommend führt der Radweg auf der linken Nagoldseite nach Ebhausen. Sehenswert ist die 1860 erbaute neugotische Saalkirche mit aufgestocktem Wehrturm aus dem frühen Mittelalter und einer der ältesten Kirchenglocken Württembergs.

Folgt man dem Radweg entlang der B 28, kommt man nach Rohrdorf. Eines der markantesten Gebäude in Rohrdorf und zugleich der Ortsmittelpunkt ist die denkmalgeschützte Johanniter-Komturei, welche aus der Johanneskirche und dem historischen, schön restaurierten Rathaus, besteht. Die aus zwei Ordenshäusern bestehende Anlage mit ihren historischen Wandmalereien ist ein hervorragendes Zeugnis spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Baukunst und steht deshalb unter Denkmalschutz.

Von Rohrdorf führt der Weg weiter in die große Kreisstadt Nagold. In Nagold führt der Radweg direkt am Badepark vorbei, über den Badesteg und den Verbindungsweg neben dem Keltenhügel Krautbühl in die Freudenstädter Straße, von dort aus über den Busbahnhof in die Marktstraße und damit die historische Altstadt. Von hier aus eröffnet sich der Blick auf den Schlossberg mit seiner altehrwürdigen Burgruine. Nur wenige Meter vom ausgeschilderten Weg schließen sich in Richtung Stadtpark Kleb und den zukünftigen Schlossbergterrassen das Stadtmuseum im "Steinhaus" und das Hotel "Adler" an. Auf dem Weg sind das Rathaus mit seinen historischen Arkaden sowie zahlreiche Fachwerkhäuser zu sehen. Aufgrund der Umstrukturierungen und Baumaßnahmen im Zuge der Landesgartenschau 2012, radelt man auf der umgeleiteten Strecke über den Schulhof (des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Zellerschule) an die rechte Nagoldseite, die zukünftige Uferpromenade, meist unmittelbar am Fluss entlang bis zum Ortsende, wo der Radweg die Nagold überquert. Durch Wiesen und Wald führt der Weg bis zur Mindersbacher Brücke. Nach Unterquerung dieser Brücke (B 463) geht es weiter über eine neue überdachte Holzbrücke auf die rechte Nagoldseite und nach wenigen Metern auf der Kreisstraße führt der Weg wieder entlang der Nagold. Die "Pfrondorfer Mühle" lädt zu einem Halt ein, bevor es idyllisch durch die Nagoldaue und Wälder in Richtung Wildberg geht.

Fährt man den Nagoldtal-Radweg weiter, gelangt man in die Schäferlaufstadt Wildberg. Die Landschaften des Hecken- und Schlehengäus und des Nordschwarzwaldes treffen hier aufeinander. Der Radweg führt direkt am ehemaligen Dominikanerinnenkloster Maria Reuthin (1252) vorbei. Das Kloster war Grablege des mächtigen Hohenberger Geschlechts. Der Fruchtkasten, in dem heute das Museum Wildberg untergebracht ist, das Meiereigebäude und die ganze Klostermauer sind erhalten. Der Weg geht weiter rechts der Nagold, dann über eine 2006 neu erbraute Brücke und führt an der alten Stadtmauer entlang zur denkmalgeschützten steinernen Hirschbrücke. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Kernstadt, die auf einem Buntsandsteinrücken liegt und von der Nagold umflossen wird. Wildberg mit seinen zahlreichen erhaltenen Baudenkmälern ist auch bekannt durch seinen seit 1723 alle zwei Jahre am dritten Juliwochenende stattfindenden "Schäferlauf", dem ältesten Heimatfest des Nordschwarzwalds.

 

Streckenabschnitt 2: Von Wildberg nach Calw-Hirsau

Am Bahnhof Wildberg vorbei verläuft der Weg über ein idyllisches Ziegelbach-Brückle in die Neubulacher Talgemeinden Seitzental und Kohlerstal. In Neubulach lädt das Bergwerk mit "Hella-Glück-Stollen" zu einem Besuch ein. Bei der anschließenden Umrundung des Schlossberges zeigt sich durch die Tannen die Ruine Waldeck.

Der nächste Ort - Bad Teinach-Zavelstein - wird vom Nagoldtal-Radweg zwar nur gestreift, ein Abstecher von knapp 3 km Teinachtal aufwärts in das für seine Hirschquelle bekannte Heilbad lohnt jedoch immer. Wohlig warmes Thermalwasser aus über 1.000 m Tiefe sorgt für Wohlbefinden nach einem Tag im Fahrradsattel. Anschließend locken die Wassertreppe und der Kurgarten mit dem Wassertretbecken.

Gut erholt geht es weiter in die Große Kreisstadt Calw. Die liebevoll restaurierte Fachwerkstadt stellt als Geburtsort von Hermann Hesse einen kulturellen Höhepunkt mit dem internationalen Hermann-Hesse-Museum und seinem Geburtshaus dar. Während das Hermann-Hesse-Museum über das Leben und Wirken des berühmten Sohnes der Stadt informiert, gibt das Museum "Palais Vischer" einen guten Einblick in das städtische Leben im 18. Jahrhundert. Auf großes Interesse bei Groß und Klein stoßen auch das Gerbereimuseum sowie der ehemalige Gefängnisturm, der Lange. In Calw führt der Radweg entlang der Fußgängerzone durch die Altstadt über die Badstraße, Marktstraße und Lederstraße in die Inselgasse zur Neuen Brücke. Ihre Tour setzen Sie fort, indem Sie über die Ampelkreuzung in den Hirsauer Wiesenweg einbiegen und in den geschichtsträchtigen Ortsteil Hirsau fahren.

 

Streckenabschnitt 3: Von Calw-Hirsau nach Pforzheim

 Mit den weitläufigen Anlagen des ehemaligen Klosters Peter und Paul in Hirsau stellen dessen Ruinen die malerische (Theater-)Kulisse für die jährlich stattfindenden Freilichtspiele. Von Hirsau über Ernstmühl gelangen Sie in den beliebten Kur- und Badeort Bad Liebenzell. Vorbei am Mineralbrunnen Bad Liebenzell, in welchem bereits seit 1928 Mineralwasser abgefüllt wird, gelangen Sie zu dem idyllisch gelegenen Kurpark. Gönnen Sie sich eine kleine Pause und erforschen Sie dabei auch gleich unser Sonnensystem mit Hilfe des Planetenwegs oder lernen Sie hunderte heimische Arzneipflanzen und Heilkräuter im Apothekergarten kennen. Zur sportlichen Betätigung steht Ihnen eine Minigolfanlage zur Verfügung. Auch der Spielplatz mit Kletterwirbel, Vogelnestschaukel und Seilbahn lädt die "kleinen Radler" zum Toben ein. Über die Stadtmitte, von welcher Sie einen herrlichen Blick zum Wahrzeichen der Stadt, der Burg Liebenzell, haben, geht es weiter in Richtung Freibad. Das Bad Liebenzeller Freibad mit 65 m-Rutsche, Wildwasserkanal und Felseninsel steht für Badespaß pur. Sie verlassen die Kernstadt und begeben sich ins malerische Naturschutzgebiet Monbachtal, ein Ort der Ruhe und Erholung für alle Naturliebhaber.

Vom Monbachtal gelangen Sie in den Flößerort Unterreichenbach. Der Walderlebnispfad bei Unterreichenbach mit Bann- und Klebwald mit mehreren Erlebnisstationen (Waldorchester, ausgehöhlte Baumstämme, Waldbett zum Beobachten der Baumkronen) lässt Ihre Kinder zu Entdeckern werden. Nach diesem spannenden Erlebnis lädt der See mit Grillplatz zu einer Rast ein. Das Flößermuseum Unterreichenbach gibt anhand von Floßmodellen, Dokumenten, und historischen Handwerkzeugen von Flößern und Holzfällern einen guten Einblick in das Leben der Vergangenheit. Von Unterreichenbach gelangen Sie schließlich zum Endpunkt des Nagoldtal-Radweges in die Schmuckstadt Pforzheim, wo die Nagold in die Enz mündet.

Tipp des Autors

Der Flyer "Nagoldtal-Radweg" enthält Informationen zur Reiseplanung/Anreise, gibt Hinweise für Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke sowie zum Streckenverlauf. Er informiert über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung des Radweges. Sie erhalten diesen Flyer am Landratsamt Calw und in den Anrainerkommunen des Nagoldtalradwegs.

Anfahrt



Öffentliche Verkehrsmittel

Informationen über die Kulturbahn entlang der Nagold erhalten Sie unter www.bahn.de/rab, Fahrplanauskünfte unter www.efa-bw.de

Der Velobus, der von Anfang Mai bis Anfang Oktober fährt, bedient die Strecke von Pforzheim über das Enztal bis nach Urnagold. Weitere Informationen wie z. B. Abfahrtszeiten und Preise können Sie der Internetseite www.suedwestbus.de unter Freizeitverkehr/Velobus entnehmen.

 

Bahn - Radfahrer-Hotline

Speziell für Radfahrer hat die Deutsche Bahn AG die Radfahrer-Hotline eingerichtet.

Service-Rufnummer 0180 6 99 66 33 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf).

Montag bis Sonntag von 8 bis 20 Uhr

Auskunft zu Reiseverbindungen mit Fahrradmitnahme, Informationen zu Fahrradvermietung und -versand und alles Wichtige für die Tourenplanung mit Rad. Darüber hinaus Telefonverkauf von Fahrradkarten der Deutschen Bahn und Reservierung von Fahrradstellplätzen im Fernverkehr.

Tipp:
Die Reiseauskunft unter www.bahn.de bietet Ihnen bei der Abfrage der Zugverbindungen die Möglichkeit, ausschließlich Züge mit Fahrradbeförderung auszuwählen. Wählen Sie hierfür bitte die Option „Fahrradmitnahme“.

Höhenprofil:
Schwierigkeit mittel
Länge93,18 km
Aufstieg 226 m
Abstieg 755 m
Dauer 15.116666666667 h
Niedrigster Punkt251 m
Höchster Punkt823 m
Startpunkt der Tour:

Urnagold

Zielpunkt der Tour:

Pforzheim

Eigenschaften:

Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

Download


Tourkarte als PDF
Google-Earth
GPS-Track

Weitere Infos

Die neu geschaffene Tälerrunde verbindet den Enz- mit dem Nagoldtalradweg. Die Anbindung vom Nagoldtalradweg an die Tälerrunde erfolgt über Berneck und Hofstett ins kleine Enztal, wo der Verbindungsweg in Calmbach auf den Enztalradweg mündet. Eine weitere Verbindung zur Tälerrunde besteht von Urnagold ins Poppeltal. 

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.nagoldtalradweg.de

Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald