Ebersteinburg-Rundweg

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Naturromantiker kommen auf diesem Premiumwanderweg zwischen Baden-Baden und Gernsbach ins Schwärmen.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Wanderparkplatz/Bushaltestelle Wolfsschlucht in Ebersteinburg

Zielpunkt der Tour:

wie Startpunkt

Beschreibung

Zwei Felsenkanzeln, ein mystischer Zauberwald, alte Felsenwege im Massiv des Battert, atemberaubende Aussichten von der Ritterplatte und weiteren Felsenkanzeln und –türmen, die malerische Ruine des Alten Schlosses und der Burg Eberstein und zum Abschluss die sagenumwobene Wolfsschlucht machen die Rundwanderung zu einem einmaligen Erlebnis.

Schon 1839 entdeckten Naturromantiker den Battert als eine der eindrucksvollsten Felslandschaften des Nordschwarzwaldes. Der mystische Wald mit knorrigen Bäumen und die mit Moos bewachsenen Felsen entsprachen dem idealen Naturbild der Romantik. Moderne Romantiker wandern auf den schon damals angelegten Felsenwegen und dem neuen Naturerlebnispfad im Naturschutzgebiet Battertfelsen. Es wurde zum Bannwald erklärt und wartet mit bis zu 350 Jahre alten Baumriesen auf: Eichen, Buchen, Ahorn und Tannen stehen für den Abwechslungsreichtum des Waldes. Mit ca. 600 Jahren ist die Batterteiche der älteste Baum in Baden-Baden. Sie trotzte dem Orkan Lothar unbeschadet.

Am Westhang des Battertfelsens steht das Alte Schloss (Schloss Hohenbaden), Es wurde als Burg Hohenbaden von den Markgrafen von Baden erbaut und war ihr erster Stammsitz. Von ihm leitet sich der Name des Landes Baden ab.

Grandiose Aussichten bietet auch die Ruine Ebersteinburg (Alt Eberstein) im Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg.

Bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Premiumweges sollte neben der reinen Gehzeit von ca. drei Stunden noch genügend Muße eingeplant werden.

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Wanderparkplatz Wolfsschlucht (Bushaltestelle) vor dem Ortseingang Ebersteinburg auf der Passhöhe zwischen Oos- und Murgtal. Von hier aus folgen wir zunächst der Wegmarkierung „blauer Kreis“ nach links. Wo diese zur Engelskanzel weist, machen wir zuvor einen Abstecher zur Teufelskanzel. Dazu überqueren wir die Landstraße, passieren die Schranke und nehmen den rechten Weg bis zur Teufelskanzel.

Engels- und Teufelskanzel bilden die ersten „Höhepunkte“ der aussichtsreichen Naturwanderung. Einer Sage nach standen sich auf den beiden Felsenplatten der Satan und ein Engel gegenüber, um die Zuhörer wortgewaltig auf jeweils ihre Seite zu ziehen. Wo der Satan predigte steht heute ein Gedenkstein zur Erinnerung an den Besuch Kaiser Wilhelm I während einer seiner zahlreichen Kuraufenthalte in Baden. Auch er genoss den prächtigen Ausblick vom Felsen über die Stadt zum Fremersberg. Ein Steinkreuz wurde auf der Engelskanzel errichtet.

Zurück beim Abzweig lassen wir den breiten Hungerbergweg links liegen und nehmen den schmalen Pfad durch den Eichenwald aufwärts bis zur Engelskanzel. Vom Steinkreuz bietet sich uns ein weiterer Ausblick auf Baden-Baden.

Nach dem Kapffelsen erreichen wir auf dem Furtwänglerweg die in den Fels eingemeißelte Inschrift zum Gedenken an den großen Komponisten und Dirigenten Wilhelm Furtwängler.

An der Kreuzung mit dem breiten Badnerweg halten wir uns halb rechts und biegen dann aufwärts zur Unteren Batterthütte ab. Hier folgen wir dem Unteren Felsenweg Richtung „Altes Schloss“ zu einem Felsen, dessen Inschrift den Forstmeister Alexander Broussel ehrt. Er ließ die ersten Wege und Felsentreppen auf dem Battert errichten. Der naturnah angelegte Untere Felsenweg durch den wilden Bannwald führt am Südhang des Battert mit seinen bis zu 60 Meter hohen bizarren Felswänden und –türmen entlang. In der ca. 55 Meter hohen Falkenwand können wir im Sommer Felsenkletterer beobachten.

Beim Wegweiser „Altes Schloss“ gehen wir weiter geradeaus und erreichen die ehemalige Burg Hohenbaden. Für die Besichtigung der weitläufigen Ruine und der großartigen Aussicht vom Turm sollten wir uns ausreichend Zeit nehmen.

Die Besichtigung der heutigen Burgruine und des Bergfrieds sind kostenlos. Vor dem unteren Schlosstor befindet sich ein großer Rastplatz mit Kiosk, im Innern ein Restaurant. Sehenswert sind der große Burghof und vor allem der Turm des mit weiter Aussicht über die Höhen des Schwarzwalds, nach Baden-Baden ins Oostal, auf die Rheinebene und die Vogesen. Beachtenswert ist die 4,10 Meter hohe Windharfe in den Ruinen des Rittersaals. Eine Stauferstele beim Parkplatz erinnert an die Verbindung der Markgrafen zu den Staufern.

Anschließend verlassen wir die Burg durch den oberen Torbogen und folgen dem Oberen Felsenweg steil hinauf zum Pavillon auf der Ritterplatte. Von hier schweift der Blick über das Schloss Hohenbaden hinweg auf Baden-Baden. Die Felsenbrücke und steil aufragende Felsentürme erinnern an das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz. Einen Panoramablick bietet die Falkenwand auf den gegenüber liegenden Berg Merkur, die Badener Höhe, die Ruine Yburg und den Fremersberg mit dem 85 m hohen Fremersbergturm oberhalb von Baden-Baden. Auf dem Battert sind noch Überreste eines um 400 v. Chr. angelegten keltischen Ringwalls erhalten. Seine ca. 800 Meter lange und bis zu einem Meter hohe Mauer ist an den lose aufgesetzten Steinen zu erkennen.

Dem leicht ansteigenden Weg „Auf die Felsen“ folgend, steigen wir nach rechts die Felsentreppe hinauf. zum Naturdenkmal Batterteiche. Kurz darauf haben wir mit der Oberen Batterthütte (560 m ü. NN) den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Hier lohnt sich ein Abstecher über die hölzerne Felsenbrücke zur Badner Wand mit großartiger Aussicht. Auf einem parallelen Pfad erfolgt der Rückweg zum Oberen Felsenweg, den wir gleich wieder auf dem gekennzeichneten Felsenweg zum Felsplateau hin verlassen. Auf dem Felsenweg erreichen wir schließlich die Bergwachthütte mit Notrufsäule oberhalb der Falkenwand. Hier treffen wir auf die Felsenkletterer und genießen die umfassende Aussicht.

Auf dem Oberen Felsenweg gehen wir über Stufen abwärts zur Unteren Batterthütte und biegen dort links ab in den breiten Bienenwaldweg Richtung Gemeindezentrum Ebersteinburg, das wir auf dem nach rechts abzweigenden Franzosenweg erreichen. Am Ortseingang Ebersteinburg folgen wir mit Blick auf die Ruine Ebersteinburg der Hilsbrunnenstraße hinauf zur Ebersteinburger Straße und biegen beim ehem. Gasthof „Falk zur Krone“ links ab und gleich wieder rechts in die Brunnenlinde und Rosenstraße hinauf zur Ruine Ebersteinburg (490 m ü. NN). Sie thront auf einer Felsnase 130 m über dem Murgtal. Von der ehem. Vorburg (Parkplatz) führt eine Treppe hinauf zur Burg mit Einkehrmöglichkeit. Der Bergfried aus dem 13. Jh. ist als Aussichtsturm während der Öffnungszeiten der Gaststätte zugänglich. Sein Aufstieg wird belohnt mit einem Ausblick auf Ebersteinburg und zusätzliche Fernblicke in das untere Murgtal bei Gaggenau.

Weiter geht es auf dem bei der Burg hinzustoßenden Premiumweg „Murgleiter“ Richtung Verbrannter Felsen, Wolfsschlucht an der Umfassungsmauer der Vorburg entlang abwärts zum Halsgraben. Beim Standort „Burgweg“ führt der Panoramaweg wieder aufwärts Richtung „Forsthaus“ zu einem weiteren Aussichtspunkt ins Murgtal. Am Fuß des Schlossbergs entlang kommen wir beim „Forsthaus“ zum östlichen Ortseingang und folgen in einer Spitzkehre dem Waldpfad Richtung „Verbrannter Felsen“ weiter abwärts bis zu einer markanten Felsformation am linken Wegrand. Kurz darauf biegen wir links ab und gehen an den Kleingärten vorbei aufwärts zur Lukashütte beim „Verbrannten Felsen“, den ein weißes Kreuz ziert. Dort öffnet sich eines der schönsten Murgtalpanoramen.

Auf dem Fußweg zur Wolfsschlucht steht einer Bank mit dem Gedenkstein für Dr. Otto von Löwenstein. Schließlich steigen wir beim Wegweiser „Wolfsschluchtfussweg“ nach links in die malerische Wolfsschlucht hinab und queren sie über einen Holzsteg. Die Tafel an einem Felsen berichtet über die Wolfsschluchtsage. Am Ende der kleinen Schlucht zeigt der Wegweiser bereits zum Hotel Wolfsschlucht (mit Einkehrmöglichkeit) direkt am Ausgangspunkt des Ebersteinburg-Rundwanderweges beim Wanderparkplatz.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind für die Begehung der Felsenwege und Wurzelpfade erforderlich.

Tipp des Autors

Wer den Bergfried der Burg Alt Eberstein besteigen will, sollte die Tour nicht am Montag oder Dienstag planen. Dann ist die Burg für Besucher nicht zugänglich.

Sicherheitshinweise

Der Weg ist ganzjährig gut begehbar, außer bei Eis und Schnee.

Anfahrt

Anfahrt nach Rotenbachtalstraße 45, 76530 Baden-Baden

Parken

Wanderparkplatz Wolfsschlucht in Ebersteinburg

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn bis zum Bahnhof Baden-Baden Oos und weiter
  • mit Bus Linien 201 bis Baden-Baden Leopoldsplatz und 214
  • mit Linie 244 direkt

zur Haltestelle Ebersteinburg Wolfsschlucht

 

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.deDeutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Höhenprofil:
Schwierigkeit mittel
Länge11,01 km
Aufstieg 400 m
Abstieg 400 m
Dauer 3.5 h
Niedrigster Punkt344 m
Höchster Punkt559 m
Startpunkt der Tour:

Wanderparkplatz/Bushaltestelle Wolfsschlucht in Ebersteinburg

Zielpunkt der Tour:

wie Startpunkt

Eigenschaften:

Premiumweg Deutsches Wandersiegel Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

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Weitere Infos

www.ebersteinburg.de

 

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH
Tourist Information
Schwarzwaldstraße 52
76532 Baden-Baden
Tel. 07221 275200
info@baden-baden.com
www.baden-baden.de

Download Ebersteinburg-Rundweg

 

Restaurant Cafe Wolfsschlucht am Endpunkt: Donnerstags Ruhetag

Restaurant Wolpertinger ist täglich geöffnet.

 

Schwarzwaldverein e.V.

www.schwarzwaldverein.de, www.wanderservice-schwarzwald.de

Schwarzwaldverein Radolfzell